Taj Mahal – Mehr als nur ein Grabmahl

Schon vor dem eigentlichen Ausflug zum Taj Mahal wurde selbstverständlich über selbiges geredet. Zum Beispiel gab mir meine Gastmutter den Tipp erst nach Durchschreiten des Haupttors direkt auf’s Taj Mahal zu blicken damit es umso beeindruckender wirken würde. Und in der Tat das tat es.

Der erste Blick war das Beeindruckendste des ganzen Trips. Beginnend bei der perfekten Symmetrie, bis zu den gewaltigen Ausmaßen, bis zu der im Licht glänzenden weißen Farbe war das gewaltige Mausoleum ein einziger Blickfang.

Um den ersten Punkt noch genauer zu erleutern: Links vom eigentlichen Taj Mahal steht eine Moschee (was auch zur islamischen Vorstellung des Himmel gehört). Und NUR um die Symmetrie zu wahren wurde auf der linken Seite ein „Ausgleichsgebäude“ gebaut. Erstaunlicherweise das einzig nicht symmetrische am ganzen Taj Mahal waren die beiden Gräber selbst, dass des Herrschers und seiner Ehefrau, weil das Grab der geehrten Frau exakt in der Mitte des Gebäudes platziert wurde. Auch hier galt es wieder die Gemalin zu ehren.

Geschrieben von Thomas E.

Endlich sind wir da!

Jaa! Endlich sind wir da. Noch ein letztes Mal durch eine Kontrolle durch und schon wurden wir aufs Herzlichste von unseren Austauschpartnern und Gastfamilien begrüßt.

Kofferreiter
Der Autor des Beitrags bei der Kofferausgabe

Zuerst haben sich natürlich alle Schüler wahnsinnig gefreut nach so langer Zeit den Austauschpartner wieder zu sehen, dann lernte man natürlich auch die Gasteltern kennen und es wurden Fotos gemacht, es wurde erzählt und die Stimmung am Flughafen war einfach nur Klasse. Nach kurzer Zeit ging es dann aber auch schon mit den Autos nach Hause.

Natürlich war jeder gespannt wie und wo die Gastfamilien wohnen. Zuhause angekommen bekam ich gleich noch was zum Essen, mir wurde das Haus gezeigt und natürlich auch, wo ich schlafen kann. Ich ging dann auch gleich schlafen, weil so ein Flug dann doch bischen anstrengend ist. Bin echt gespannt, wie die nächsten zwei Wochen so werden.

Geschrieben von Matthias R.

Hindi-Unterricht

An unserem dritten Tag in Indien hatten wir – wie auch schon die Austauschschüler im letzten Jahr – eine Unterrichtsstunde in Hindi, der gebräuchlichsten indischen Sprache. Zuerst haben wir gelernt, uns mit den Worten “Namaste” (Hallo!) “Meraa Naam Max Mustermann hai” (Mein Name ist Max Mustermann) “Aap se milkar Khushi hui.” (Schön, dich kennenzulernen) vorzustellen. Anschließend haben wir die Namen von unterschiedlichen Nahrungsmitteln gelernt.

Apfel Seb
Guave Amarud
Mango Aam
Banane Kela
Wassermelone Darbutsch
Papaya Papita
Trauben Trauben
Ananas Ananas
Linsen Dahl
Zwiebel Beatsch
Kartoffel Alu

Zudem haben wir einige gebräuchliche Ausrdrücke wie “Muje bhukha lagi hai.” (Ich bin hungrig), “De Betschä” (Ich möchte) und “Maaf kijye” (Entschuldigung) gelernt. 

Und übrigens: Entschuldigung für die wahrscheinlich falsche “Hindi-Schreibweise” 

Geschrieben von Georg F.

Hier gibt es die T-Shirts von übermorgen!

Wenn ein Deutschland ein T-Shirt in den Handel kommt, so hat es bereits eine lange Reise hinter sich. Die wenigsten Markenshirts werden noch in Deutschland gefertigt, sondern kommen aus asiatischen Ländern wie z. B. aus Indien.

Heute hatten die deutschen Austauschschüler des Johannes-Turmair-Gymnasiums die Gelegenheit die Bekleidungsfabrik Paragon in Noida zu besichtigen. Das besondere an dieser Fabrik ist, dass sie nicht nur für den indischen Markt produziert, sondern auch so bekannte Marken wie Nike, Adidas, Levi’s oder Benetton beliefert. In dieser Fabrik werden daher heute buchstäblich die Shirts hergestellt, die übermorgen in Deutschland verkauft werden. Einen besseren Einstand in unser Austausch-Projekt „From Mittelstand to Global Players“ hätten wir uns nicht wünschen können. 

Von der Besitzerin herzlichst empfangen führte uns der Chef höchstpersönlich durch das Stofflagerhaus. Dort findet bereits die ersten Kontrolle statt. Jede Stoffbahn wird auf jeden erdenklichen Fehler hin untersucht und nur einwandfreie Stoffe kommen in den Zuschnitt. Über mehrere Stationen hinweg werden dort stapelweise Stoffe für einzelne Pullover, Shirts oder Jacken zugeschnitten, mit eindeutigen Identifikationsnummern versehen und sortiert. Nach jedem Schritt findet dabei erneut eine Qualitätskontrolle statt.

Ein Stockwerk höher werden die Einzelteile schließlich zusammengenäht, noch einmal kontrolliert und verpackt. „Hier gibt es die T-Shirts von übermorgen!“ weiterlesen

Welch Willkommen!

Was für ein Tag! Pünktlich um 7 Uhr starteten unsere wackeren Schüler von der Turmair-Busschleife in Richtung Flughafen München. Dort angekommen meisterten sie auch bravourös jede einzelne Hürde einer Auslandsreise: Check-In, Gepäckabgabe, Sicherheitsschleuse, Passkontrolle und Transit-Shuttle. Erschöpft aber glücklich konnten die Austausch-Teilnehmer nach ca. zwei Stunden ihre Sitze am Gate einnehmen und dort fröhlich auf das Boarding warten.

Nach und nach veränderte sich jedoch die ausgelassene Stimmung. Immer mehr indischsprachige Fluggäste sorgten für eine heitere Geräuschkulisse und auch der Anblick von Saris und Männern mit Turban ließt die Schüler jetzt doch einsehen, dass dies kein normaler Schulausflug sein wird. „Jetzt erst glaub ich, dass wir wirklich nach Indien fliegen“ bemerkte eine Schülerin treffend. Die Aufregung stieg merklich und ließ auch während unseres Fluges nicht nach. Dafür sorgen unsere indischen Sitznachbarn ebenso wie das vegetarische Essen mit Linsen,  Indischem Pickle und Raita.

In Neu Delhi angekommen wiederholte sich das Prozedere aus München: Passkontrolle, Einreiseformalitäten, Zoll und Gepäckausgabe. Ein Gastvater, der extra wegen des Austausches seinen Frankreichaufenthalt abgebrochen hat und ebenfalls gerade angekommen war wartete bereit im Sicherheitsbereich und begleitete die Turmair-Schüler durch die einzelnen Zonen.

Am Ende trennte nur noch eine Glastüre die Austauschschüler voneinander. Bekannte Gesichter konnte man bereits erkennen und als die Tür schließlich aufging hörte man nur ein lautes, begeistertes Schreien, Klatschen und dutzende Plakate wurden in die Luft gehalten. Familien liefen auf uns zu, bekränzten die Austauschschüler mit Blumengirlanden und die Partner lagen sich in den Armen. Mit solch einem Empfang hätte niemand von uns gerechnet.

Nach und nach verabschiedeten sich die Schüler von ihrer Begleitlehrkraft und stiegen zu den Gastfamilien in die Autos. Die ersten zwei Tage ist Eingewöhnungsphase. Es wird spannend, was die JTGler von dieser Zeit berichten werden.

Jakobs große MUN Abschlussrede

Manuscript MUN speech
Das original Manuskript der MUN-Rede.

Am Ende des MUN trafen sich hunderte Delegierte im neu errichteten Saal der LVIS um dort der Abschlusszeremonie beizuwohnen. Kathak-Tänzer, Yoga-Schülerinnen und die Reden echter Diplomaten begleiteten das Programm dieser ehrwürdigen Veranstaltung.

Und mitten drin stand ein Deutscher Turmair-Schüler, der aufgeregt darauf wartete auf die Bühne geholt zu werden, um seine Gedanken und Ansichten sowohl zum MUN, als auch zum Indianaustausch den Zuhörern mitzuteilen. 

Jakob MUN Speech
Turmair-Schüler während seiner Rede.

Jakob Schweiger, einer unserer Austauschteilnehmer wurde gebeten eine kurze Rede zu halten und man kann sich vorstellen, wie angsteinflößend eine solche Aufgabe für einen 15jährigen Schüler sein kann. Immerhin spricht man ja nicht jeden Tag vor einem Internationalen Publikum, Botschaftsmitarbeitern und Diplomaten.

Von dieser Aufregung merkte man jedoch nichts, als Jakob mit seiner Rede begann und als ihm die Herzen der Zuhörer zuflogen als er Indien, eine zweite Heimat, “a second home“, nannte. „Jakobs große MUN Abschlussrede“ weiterlesen