Tag 3 – Die Inder wollen hoch hinaus

„Endlich Schule!“ Auch wenn man es kaum glauben kann, aber die indischen Austauschschüler freuten sich schon darauf endlich ihre Partnerschule kennen zu lernen und so betraten sie am Montag mit neugierigen Blicken die Aula des Turmair-Gymnasiums. 

Nach einer kurzen Begrüßung durch unsere Direktorin Frau Kammerer unternahmen sie eine kleine Schultour und durchstöberten Herrn Sterns Kunsträume ebenso wie Herrn Ederers Biologiesammlung. Doch am meisten hat es ihnen unsere Turnhalle und die Mensa angetan. Einige Schüler konnten auch schon in den Unterricht mitgehen und dort versuchen den Ausführungen der Lehrer zu folgen.

Straubings Wahrzeichen
Straubings Wahrzeichen

Nach dem Unterricht ging es zu Fuß in die Stadt. Da das Spazierengehen wohl eher  nicht zu den Nationalsportarten Nordindiens zu zählen ist, dauerte es eine ganze Weile, bis die Gastschüler – nach einem Abstecher in die Ursulinen- und in die Karmelitenkirche – am Stadtplatz angekommen sind. Dort mussten jetzt auch noch die über 200 Stufen bis hinauf zur Türmerwohnung erklommen werden. Doch die Aussicht entschädigte so einiges und nach der Führung gab es ja auch noch für jeden eine Kugel Eis als Belohnung.

Pünktlich zur Abfahrt der Schulbusse und voller Tatendrang auf weitere geplante Abenteuer daheim (Fußball, Grillen) ging es dann mit den Stadtbussen wieder nach Hause.

Tag 3 – Das Element des Lebens

Diese Skyline ist jedem Straubinger bekannt

Stellt man sich die Skyline einer Stadt vor, so sind die Türme stets die herausstechenden Strukturen. So ist es auch kein Wunder, dass auch die Silhouette Straubings von den Kirchtürmen und dem berühmten Stadtturm dominiert wird. Doch eines dieser Bauwerke hat es in sich. Bis auf die etwas breitere Spitze ist es vollkommen hohl. Oben jedoch befindet sich ein riesiger stählerner Wassertank. Gemeint ist der 63m hohe Wasserturm Straubings, der im Jahr 1922 errichtet wurde.

Stufen, Stufen und wieder Stufen!

Die indischen Schüler zögern noch ein wenig, als sie sehen wie viele Stufen man erklimmen muss um im Wasserturm ganz nach oben zu gelangen. Langsam, Stufe für Stufe, bezwingen sie jedoch die 5 Ebenen und erreichen schließlich einen Raum, der mit Knöpfen, Hähnen und Rohren gefüllt ist. Die Decke des Raumes dagegen wird aus der Unterseite des 900 m³ großen Stahltanks gebildet, der mit reinstem Trinkwasser gefüllt ist. Eine kleine Wendeltreppe, die mitten durch den Tank geht, stellt die einzige Verbindung zur Oberseite des Tanks dar. Aufgrund von Sicherheitsbestimmungen darf die Gruppe, diese Treppe jedoch nicht betreten.

Was für eine Aussicht

Etwas verunsichert, was sie nun zu tun hätten, schauen sich die Schüler an. Plötzlich jedoch öffnet einer der beiden begleitenden Mitarbeiter der Stadtwerke eine verborgene Klappe und die indischen Gäste können eine steile Leiter hoch klettern. Dadurch erreichen sie schlussendlich einen mit Holzbohlen ausgelegten Pfad, der um die Außenhülle des Tanks herumführt. Was für eine Aussicht! Große Fenster erlauben eine Aussicht auf den Bayerischen Wald, die Donau oder das Straubinger Stadtzentrum.

Dass man nun Fotos machen könnte, muss man den Austauschschülern nicht zwei mal sagen. Mit ihren Handys bewaffnet umrunden sie den Wassertank und schießen hunderte von Selfies und noch mehr Fotos von Straubing.

Der Abstieg über die Leiter war ein Abenteuer für sich. Doch schlussendlich erreichen alle Teilnehmer das Erdgeschoss. Nun sollte die Führung weitergehen, hin zu den vielen Sehenswürdigkeiten, die sie gerade von oben betrachtet haben.

Ein herzliches Vergelt’s Gott

Ein großer Dank geht an die Stadtwerke Straubing, die uns diesen Ausflug ermöglicht haben. Danke, für die tolle Aussicht und für die Führung durch dieses wunderschöne Gebäude.

Tag 3 – Unterschiedliche Blickwinkel

Heute sind wir zu dritt (Shagun, Gurnoor und ich) mit dem Bus zur Schule, was wahrscheinlich für die Erstklässler an meiner Haltestelle mehr aufregend war, als für die Inder selbst. Nach der ersten Stunde durften sie mit uns in den Unterricht. Zuerst hatten wir Musik, und ich glaube, die Musik zum Zauberlehrling werden sie nicht mehr so schnell vergessen, weil wir sie in Endlosschleife anhörten 🙂

Auch kamen sie in den Genuss einer Mathe- und einer Deutschstunde. Nach der Schule sind wir mit Sophie und Muskan in die Stadt und erst einmal zu
Rewe, um Erdbeeren zu kaufen.

Indians in a German car
Indians love the German cars 😉

Zu Abend haben Shagun, Gurnoor und Muskan dann zusammen mit ein paar Freunden beim Burgerwirt gegessen, während Sophie und ich eine kleine Pause machten. Zu Hause angekommen gings gleich weiter mit einer Runde Badminton im Garten. Und dann sind auch schon wieder Muskan und Sophie gekommen, um bei mir zu übernachten. Ich denke es wird eine lange, aber auch schöne Nacht werden.

-Paula

Our day three in Germany started in a quite interesting way when we visited Johannes-Turmair for the first time, it was a rather new experience, seeing how the school works. Since my partner is sick Paula was generous enough to take me in and I´m grateful to her for this. We had a lot of fun with her and a great time when we visited the city. The view from the water tower was AMAZING and the churches are the most mesmorising and peaceful places I´ve seen!

-Shagun

My day three went really well. We visited the Johannes-Turmair for the first time and were welcomed by the principal. We attended some classes. Then we went to water tower, which had a great view. Then we just explored the city and visited few churches. In evening we went to city center and had dinner there. At night Muskan and Sophie come to have a night stay.

-Gurnoor