Schwere Last

Als unser Bus vor einem großen  Bürogebäude mit gut gepflegtem Rasen hält deutet nichts darauf hin, dass dahinter in mühsamer Handarbeit Eisenbahnwaggons hergestellt werden.

Die Schüler beider Partnerschulen wurden von Modern Industries in Sahibabad eingeladen die Produktion von Schwerlastwaggons zu begleiten. Dazu werden die Austauschteilnehmer zunächst in den Konferenzraum gebeten, in dem sie in einer knappen Präsentation die Geschichte und die Struktur der Firma kennenlernen durften. Die Vertreter luden anschließend zur Diskussion ein und so wurde heftig über chinesische Produktionsstandorte oder über die Herkunft und die Qualität des indischen Stahls debattiert.

In einer mehrstündigen Führung ging es dann durch das Fabrikgelände. Vorbei am Stahllager, konnte man bei der Schneideabteilung schon von weiten die Vibrationen im Boden spüren, die bei den einzelnen Stanzarbeiten entstehen. Die beiden Führer erklärten bereitwillig die einzelnen Stationen und so konnten die Austauschteilnehmer auch das Labor der Qualitätssicherung oder die kleinen Trainingsräume der Schweißer besuchen. Wie in Deutschland sind auch in Indien gut qualifizierte Arbeitskräfte rar. In Indien kommt jedoch dazu, dass ein großer Teil der Arbeiter sich nach der firmeneigenen Ausbildung von anderen Fabriken abwerben lässt.

Überall auf dem Gelände sprühten die Funken der Plasmaschneider und Schweißgeräte. „Schwere Last“ weiterlesen

Tag 5 – Ein Besuch bei Krones

Am morgen des Mittwochs den 06.06 trafen wir uns wie jeden Tag vor dem Brunnen an unserer Schule und warteten wie gewohnt auf Herr Pöschl und seinen Kollegen Herr Dr. Schmelzer, der uns nach Regensburg begleitete. Geschlossen als Gruppe gingen wir zum Bus, welcher uns zu Krones fuhr.

Während der halbstündigen Busfahrt zu unserem Zielort wurde viel gelacht, geredet und Musik gehört. Diese gute Laune wurde den ganzen Ausflug lang beigehalten.

Bei Krones angekommen und nachdem wir mit Besuchermarken ausgestattet worden waren gingen wir in einen Besprechungsraum. Dort stellte sich unserer Führer , der selbst ein langjähriger Mitarbeiter bei Krones war und nun im Ruhestand ist, vor. Er erklärte uns erst einmal, was Krones herstellt, dann fuhr er fort mit Unternehmungsgeschichte, Anzahl von Mitarbeitern und Standorte der Werke und vielen weiteren interessanten Fakten über das Unternehmen.

Man konnte gut durch die Geschichte des Unternehmen entnehmen, dass diese zu unserem diesjährigen Motto „From Mittelstand to global Players“ passte. Nach dem Vortrag kamen wir zum interessanteren Teil, da wir das Werk und das Werksgelände besichtigten durften. Wir machten einen lange Führung durch verschiedenste Hallen in welchen viele Mitarbeiter an großen Befüllungsmaschinen arbeiteten welche, wie uns unser Gruppenführer mitteilte, in der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

Nach mehreren Kilometern zurückgelegter Strecke waren wir alle froh,als wir die Mensa erreichten und dort während dem Essen eine Pause machen konnten.

Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns und bedankten uns ausgiebig für die Führung. Dann ging es mit dem Bus nach Regensburg zu einer Stadtführung

Tag 5 – Die deutsch-indische Gruppe besucht Krones

Am Mittwoch, den 06. Juni 2018 besuchten wir unter der Leitung von Herrn Schmelzer und der indischen Lehrerin die Firma Krones in Neutraubling.

Zuerst erhielten wird Besucherkarten am Empfangstresen im Bürogebäude. Anschließend besichtigten wir die Kantine, die während des ganzen Tages für die Angestellten geöffnet ist. Dort können die Mitarbeiter täglich zwischen vier Hauptgerichten wählen.

Daraufhin wurde uns in einem Vortrag die Firma näher vorgestellt. Hauptsächlich stellt sie Maschinen für die Produktion von Flaschen her. So ist jede vierte Flasche für Bier, Malzgetränke, Softdrinks, Saft oder Wasser bereits durch eine Maschine aus dem Krones-Betrieb gegangen.

Für eine Flasche wird ein Rohling aus Plastik oder Glas gebraucht. Dieser besitzt oben einen Schraubverschluss und unten einen Block. Der Rohling wird in eine Form gepresst. Gleichzeitig wird er erhitzt und von oben mit Luft befüllt. Nun muss die neue Flasche nur noch trocknen. „Tag 5 – Die deutsch-indische Gruppe besucht Krones“ weiterlesen

Nani, Nana? Dadi, Dada und Didi!

Nani, Nana? Dadi, Dada und Didi! Was hier wie  ein niedliches Zwiegespräch mit einem Säugling klingt, hat für die Menschen Nordindiens eine völlig andere Bedeutung.  Mit den ersten vier Wörtern werden die Großeltern benannt, je nachdem, ob sie müttlerlicherseits oder väterlicherseits sind; Didi bezeichnet dagegen die ältere Schwester. Bei den Großeltern könnte man jetzt noch jeweils ein „Ji“ anhängen um sie noch respektvoller anzusprechen.

Schnell wurde unseren Austauschteilnehmern klar, dass man sich im Norden Indiens zwar völlig selbstverständlich mit Englisch durchschlagen kann, doch ein paar Worte in Hindi helfen einem um sich besser zurechtzufinden, Familienmitglieder richtig anzusprechen, oder auch einfach nur nach der Toilette zu fragen. Und da unserer erster Sprachkurs schon wieder Monate zurück lag fanden wir es eine gute Idee in der LVIS ein paar Worte mehr einzustudieren. 

Das Resultat unserer Bemühungen kann man im folgenden Video bestaunen. Wer uns versteht kann ja eine Englische oder Deutsche Übersetzung in den Kommentar schreiben: