Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Wird man als Gast eingeladen, so bringt man ein Geschenk mit. Doch worüber freut sich ein Indischer Austauschschüler und seine Familie? Und was davon kann man gut und gefahrlos im Flugzeug mitnehmen, ohne das Gepäckgewicht zu überschreiten.

Nach wie vor ist es das beste, wenn das Geschenk Anlass für ein Gespräch bietet. Was ist das? Was bedeutet das? Was ist da drin und kann man das wirklich essen? sind doch hervorragende Eisbrecher wenn man das erste mal gemeinsam mit seinen Gastgebern am Tisch sitzt.

Der gepackte Koffer eines unserer Schüler – wer findet die Gastgeschenke?

So reicht auch die Gastgeschenke-Bandbreite unserer Schüler vom Fanschal und der Fankleidung des örtlichen Eishockey- oder Fußballvereins, über Bildbände zu Straubing,  einer Flasche Volksfestbier vom Straubinger Gäubodenvolksfest, bis hin zu bayerisch-österreichischen Spezialitäten: Lebkuchen aus Nürnberg und Salzburger Mozartkugeln Eine Schneekugel von Neuschwanstein darf ebenso wenig fehlen Gummibärchen und Schokolade.

Ganz raffiniert ist es auch, gar nichts mitzunehmen und dann vor Ort das Geschenk mit heimischen Produkten zu zaubern: z. B. Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen. Milch, Ei und Mehl gibt es in jeder Küche. Aber vorsicht: In fast keiner nordinischen Küche gibt es einen Backofen. Mikrowelle und Gasherd sind dagegen überall vorhanden.

Jetzt sind alle ehemaligen Indienfahrer gefragt: Schreibt in die Kommentare, was man sonst noch mitnehmen kann, oder welche Geschenke der indische Gast aus Indien mitgebracht hat.

See you on Tuesday, bro

Schon bevor sich unsere Austauschschüler persönlich am Flughafen in Neu Delhi treffen, beginnt bereits das digitale Abenteuer auf dem Smartphone. Egal ob WhatsApp, Instagram oder Snapchat – das Handy wird zur Brücke zwischen den Kulturen und dient als Mittel zum ersten Beschnuppern.

Der Erstkontakt

„Heyy Valentin, I’m Vir, your echange partner“. Mit so simplen Nachrichten beginnen evtl. Freundschaften. Schnell checkt man, ob die neue Bekanntschaft auch wirklich Vegetarier ist, ob er/sie Hunde mag, oder ob man nicht gleich zum Austausch per Video wechseln sollte. Computerspiele, Geschichten über Schule und Familie und immer wieder Fragen über das Essen in Indien beherrschen das nachfolgende Gespräch.

See you on Tuesday, bro

Noch spannender als diese Wortwechsel ist jedoch die echte Begegnung. Ob das alles stimmt, was geschrieben wurde?

Was würdet ihr neben Essen, Unterkunfts- und Familiensituation fragen? Schreibt doch eure Vorschläge in den Kommentar!

Der Anfang eines Wiedersehens

Bald ist es soweit und unsere indischen Freunde treffen in Deutschland ein. Letzten November haben wir während unseres Projekts “Interfaith” in Indien gelebt und uns das Zusammenleben der Religionen eingehend erforscht.

So it begins
“So beginnt es” – Nicht nur Théoden kann es kaum erwarten, bis es los geht.

Nun ist es Zeit für den deutschen Teil unseres Indienaustauschs. Anstatt mit Religionen beschäftigen wir uns mit der Entwicklung der Technologien. “Progress of Progress”, der “Fortschritt des Fortschritts” wird uns in verschiedene Universitäten führen, zu BMW, der Firma Gluth Straubing und ins Deutsche Museum.

Vorher aber, müssen wir uns auf das Vorbereiten, was neben der Projektarbeit ansteht. Gästezimmer vorbereiten, Ausflugsziele auskundschaften, oder einfach unsere Volkstänze üben, die wir am Montag vorführen wollen. Im Video sieht man schon mal unsere Interpretation der Sternpolka.

Die Vorbereitungen beginnen und die Vorfreude steigt.

Delhi Belly

Reist man nach Indien, so kann man einiges erleben. Großartiges Essen, eine faszinierende Kultur und manche nehmen auch Souveniers mit. Eines der “beliebtesten” Mitbringsel ist der Delhi Belly, der Reisedurchfall, der gerade in den ersten beiden Wochen eines Indienaufenthalts gehäuft auftritt.

Geriebener Apfel kann Wasser binden.

Es gibt im Internet genug Hinweise, wie man den Durchfall vermeiden kann. Nur Wasser aus Flaschen trinken, stets auf (unsauberes) Eis in den Getränken verzichten, ständiges obsessives Händewaschen und natürlich die vorbeugend Hefetabletten schlucken, oder präventiv Kohlekompretten essen.

Doch oft (bis zu 50 % der Indienreisenden) hilft alles nichts. Im Magen rumort es und der Werbeslogan “Colourfoul India” erhält eine völlig neue Bedeutung. Doch man ist dem ganzen nicht hilflos ausgeliefert, da es gute und auch verlässliche Hausmittel gibt.

Da wäre z. B. zu trinken. Der Körper verliert beim Delhi Belly mehr Wasser als man sich vorstellen kann. Das beste Getränk ist abgepacktes Wasser, mit einer Prise Salz (genaue Dosierungen gibt’s im Internet), abgepacktes oder frisches Kokunusswasser oder einfach nur gefiltertes Wasser. Hauptsache dem Körper wird wieder Flüssigkeit angeboten.

Zum Essen eignet sich erfahrungsgemäß Schonkost. Porridge, gekochter Reis ohne Soße oder ungetoastetes Toast. Zusätzlich haben sich pektinhaltige Früchte wie geschälter und geriebener Apfel, sowie Bananen bewährt, die jeweils mit probiotischem Joghurt gegessen werden.

Das Internet ist voll mit Rezepten für den Reisedurchfall

Beim Griff zu den Medikamenten, zeigt die eigene Erfahrung, dass die Peristaltik verringernden Medikamente gegen einen ausgewachsenen Delhi Belly nichts entgegenzusetzen haben. Kohle-Tabletten, evtl. fiebersenkende Mittel und notfalls ein Arztbesuch helfen dagegen ganz vorzüglich.

Und schlussendlich kann man nur hoffen, dass man vom Reisedurchfall verschont bleibt, oder er in ein zwei Tagen weiterwandert. Hoffentlich nicht zum nächsten Austauschschüler.

Für die ganz interessierten: Natürlich hat es einige schon erwischt. Und ja, auch Lehrer werden davon nicht verschont.

Die Spannung steigt!

Welcome Bags
Der Inhalt der Krones-Welcome-Bags

Es dauert gar nicht mehr lange und dann kommen die indischen Austauschschüler zu uns nach Straubing!
Die Steckbriefe, in den wir und beschrieben haben, sind schon in Indien und die passenden Partner werden gesucht. Ich hoffe, dass meine Schülerin nett ist und dass wir uns gut verstehen.
Die „Welcome-Bags“ sind auch schon in Arbeit. Da mein Vater bei Krones arbeitet, war die Firma so freundlich und hat uns eine ganze Kiste voller Geschenken spendiert, sodass ich beim nächsten Treffen jedem eine Tüte für den indischen Partner mitbringen kann.

Von Paula R.

Eifrige Vorbereitung!

Es dauert nicht mehr lange bis die indischen Austauschschüler uns in Straubing besuchen und die Vorbereitungen laufen schon länger auf Hochtouren. Gemeinsam mit Herr Pöschl treffen wir uns jede Woche einmal um schon im Voraus ein wenig über die indische Kultur Bescheid zu wissen und ich finde es jedes Mal total spannend und lustig, da vieles einfach ganz anders ist als bei uns.

Natürlich ist der Indien Austausch auch zu Hause ein großes Gesprächsthema und somit bekam auch meine kleine Schwester Sophie (7 Jahre) viel über den Besuch der Inder mit. Von ihrer Seite gab es zwei unterschiedliche Reaktionen. Zum einen freut sie sich sehr bald wieder jemand neues für zwei Wochen im Haus zu haben, was sie bei dem Besuch meiner französischen Austauschpartnerin schon richtig toll fand. Als Sophie aber erfahren hat, dass die Inderin vermutlich kein so gutes Deutsch spricht wie die Französin, war sie zuerst etwas enttäuscht, denn wie sollte sie sich denn jetzt mit der Inderin unterhalten?

Aber das Problem löste sich schnell, nachdem ich erklärte, dass wir uns auf Englisch mit ihr unterhalten müssten, denn meine Schwester beschloss sofort Englisch zu lernen. Noch an diesem Abend klärten wir, was sie bei der Ankunft der Inder sagen müsse und seitdem hört man sie mindestens 5-mal pro Tag den Satz „Hello, my name is Sophie. How are you?“ sagen.

Die Inder können kommen!

Von Leonie S.