Jakobs große MUN Abschlussrede

Manuscript MUN speech
Das original Manuskript der MUN-Rede.

Am Ende des MUN trafen sich hunderte Delegierte im neu errichteten Saal der LVIS um dort der Abschlusszeremonie beizuwohnen. Kathak-Tänzer, Yoga-Schülerinnen und die Reden echter Diplomaten begleiteten das Programm dieser ehrwürdigen Veranstaltung.

Und mitten drin stand ein Deutscher Turmair-Schüler, der aufgeregt darauf wartete auf die Bühne geholt zu werden, um seine Gedanken und Ansichten sowohl zum MUN, als auch zum Indianaustausch den Zuhörern mitzuteilen. 

Jakob MUN Speech
Turmair-Schüler während seiner Rede.

Jakob Schweiger, einer unserer Austauschteilnehmer wurde gebeten eine kurze Rede zu halten und man kann sich vorstellen, wie angsteinflößend eine solche Aufgabe für einen 15jährigen Schüler sein kann. Immerhin spricht man ja nicht jeden Tag vor einem Internationalen Publikum, Botschaftsmitarbeitern und Diplomaten.

Von dieser Aufregung merkte man jedoch nichts, als Jakob mit seiner Rede begann und als ihm die Herzen der Zuhörer zuflogen als er Indien, eine zweite Heimat, „a second home„, nannte. „Jakobs große MUN Abschlussrede“ weiterlesen

Tag 7 – Interview mit einem Cricket Profispieler

Madan Lal Interview
Mr. Madan Lal beim Interview mit unseren Austauschschülern

Cricket ist in Indien kein Sport, sondern eine Religion! Und da wir schon mal hier waren haben wir unsere indischen Freunde gleich einmal zu einem Cricketmatch herausgefordert. Wir haben zwar offiziell gewonnen, doch ist dieser Sieg mehr auf das Mitleid des Schiedsrichters, als auf unser sportliches Können zurückzuführen.

Nachdem wir uns mehr schlecht als recht bemüht haben, wollten wir einen Profi fragen, was das Besondere an Cricket ist. Der in Indien berühmte ehemalige Nationalspieler Mr Madan Lal hat uns aus diesem Grund besucht und stand unseren Austauschschülern in einem Interview Rede und Antwort. 

Bemerkenswert ist vor allem, dass er sich für mehr Schulsport an Indischen Schulen einsetzt. Auch plädiert er dafür, nicht immer sofort aufzugeben, wenn es im Leben Rückschläge gibt.

Einige seiner Ausführungen und Interviewfragen haben wir in einem kurzen Video zusammengefasst.

Der Profispieler Mr Madan Lal beim Interview

Tag 15 – Seilspringen ist kein Kinderspiel

Als wir unser Austauschprogramm für den letzten Tag noch einmal genauer anschauten, bemerkten wir zwischen der Ankündigung zum Farewell Dinner und zur Assembly das Wort „Rope Skipping“ (dt. Seilspringen).

Hmm. Seilspringen kennen wir. Ist keine große Sache und werden wir das mit unseren sportlichen Turmair-Schülern ohne weiteres hinbekommen. Was wir jedoch dann zu sehen bekamen sprengte doch unsere Erwartungen.

Die Vorführung

Als wir die Assembly Hall der Schule betraten warteten auf uns schon 6 Sportler der Indian Rope Skipping Federation. Sie hatten verschiedene Springseile in einem speziellen Muster auf dem Boden ausgebreitet. Diese Seile hatten unterschiedliche Längen, Farben und waren zum Teil mit kleinen Plastikröhrchen beschwert um die schnellen Bewegungen besser sichtbar zu machen.

Wir setzten uns alle, es wurden Reden gehalten und schließlich startete die atemberaubende Vorführung, die man hier in gekürzter Form anschauen kann.

Seilspringprofis
Die Afterparty

Bei einem gemeinsamen Mittagessen erzählten die Sportler dann von ihrem Alltag. Tägliches Training, Wochendenden mit Turnieren und immer neue Ideen, die man ausprobieren und einstudieren muss. Ein anschließendes kleines Training, bei dem die deutschen Lehrer einige Tricks der Rope Skipper ausprobierten, blieb zum Glück ohne Kameraaufnahmen.

Tag 15 – Unsere Interpretation indischer Sportarten

Drei Tage vor unserer Abreise wurde unsere Kreativität noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Da die LVIS sich für den International School Award beworben hat, müssten die Turmair-Schüler bei der Abschlussveranstaltung einen Sketch über die verschiedenen Sportarten Indiens aufführen. Der Erfolg der hoch angesehenen Schul-Bewerbung hänge ganz allein von dieser Aufführung ab. Also bloß kein Druck!

Nach einiger Recherche im Netz entschieden wir uns das Gedicht „Sports“ des Autors Rahul Travasso neu zu interpretieren und mit der Hilfe aller Austauschteilnehmer aufzuführen:

Tag 6 – Hölzer, Eisen und viele, viele Löcher

Golf boomt in Indien. Und während der Platz in den Innenstädten rar ist, schießen an den Randlagen der Großstädte die Golfplätze nur so aus dem Boden. Natürlich gleich verknüpft mit Spa, Villenviertel und eigener Security. Wir Austauschteilnehmer haben uns eine Schnupperstunde im Jaypee Greens Golf Resort gebucht.

Doch anstatt fröhlich Bälle in die Weite zu schlagen mühen wir uns zunächst mit Dehnübungen, Hampelmännern und Gleichgewichtsübungen ab. Immerhin wollen wir keine Verletzung riskieren.

Uns fliegen die Bälle um die Ohren – Die Driving Range

Danach geht’s an die Driving Range um unseren Abschlag zu trainieren: Füße näher zusammen, Knie leicht Beugen und beherzt zuschlagen. Während der Ball einige Zentimeter weiterrollt fliegt die darunterliegende Grasnarbe im Hohen Bogen auf die Wiese. So weit so gut! Schlag um Schlag verbessere ich unter dem gestrengen Auge des Golflehrers meinen Abschlag und schon bald hört man mich und die Austausch-Schüler ihre geschlagenen Weiten um die Wette rufen: 140, 190, 25!

Golf-Yoga: Der Baum

Ein ruhiges Händchen ist gefragt – Das Putting Green

Auch beim Putten machen einige unserer Turmair-Schüler eine gute Figur. Ball um Ball rollt ins Loch und schon bald wird ein Spaß daraus, die weiter entfernten Löcher der anderen Gruppen anzupeilen und deren Spiel zu stören. Der Aufsichtführende Golflehrer hat alle Hände voll zu tun um Ruhe ins Spiel zu bringen und ist froh, als er uns in die Snackecke entlassen kann.

Rasen und Palmen im Kontrast zur Stadtatmosphäre

Das zum Golfplatz zugehörige Areal ist riesig. In Golfcarts werden wir von Bediensteten auf eine kleine Tour genommen und können es gar nicht glauben. Saftig grüner Rasen, Palmen und Teiche begrüßen uns. Vom dichten Verkehr, dem Müll und dem Gedränge hinter den Mauern ist hier nichts zu spüren. Wieder einmal zeigt sich, dass Indien ein Land voller Kontraste ist. 

Golf, eine Sportart, die man normalerweise nicht sofort mit Indien in Verbindung bringt. Aber das internationale Publikum hat diesen Sport auch hier populär gemacht und durch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen wächst auch der Nachwuchs für die Golfclubs heran. Es wird interessant werden zu sehen, ob sich dieser Sport gegen Cricket, Hockey und Co durchsetzen kann. Uns hat der Tagesausflug auf alle Fälle Spaß gemacht.

 

Nani, Nana? Dadi, Dada und Didi!

Nani, Nana? Dadi, Dada und Didi! Was hier wie  ein niedliches Zwiegespräch mit einem Säugling klingt, hat für die Menschen Nordindiens eine völlig andere Bedeutung.  Mit den ersten vier Wörtern werden die Großeltern benannt, je nachdem, ob sie müttlerlicherseits oder väterlicherseits sind; Didi bezeichnet dagegen die ältere Schwester. Bei den Großeltern könnte man jetzt noch jeweils ein „Ji“ anhängen um sie noch respektvoller anzusprechen.

Schnell wurde unseren Austauschteilnehmern klar, dass man sich im Norden Indiens zwar völlig selbstverständlich mit Englisch durchschlagen kann, doch ein paar Worte in Hindi helfen einem um sich besser zurechtzufinden, Familienmitglieder richtig anzusprechen, oder auch einfach nur nach der Toilette zu fragen. Und da unserer erster Sprachkurs schon wieder Monate zurück lag fanden wir es eine gute Idee in der LVIS ein paar Worte mehr einzustudieren. 

Das Resultat unserer Bemühungen kann man im folgenden Video bestaunen. Wer uns versteht kann ja eine Englische oder Deutsche Übersetzung in den Kommentar schreiben: