… und was wir vermissen werden

Natürlich freuen wir uns darauf, wieder nach Hause zu kommen. Wir freuen uns auf Familie, ein weiches Bett, oder unsere Haustiere. Es gibt aber auch einiges, was wir vermissen werden.
Eine Kurzumfrage gibt Auskunft darüber, was wir vermissen werden, wenn wir wieder in Deutschland weilen werden.

  • die neuen indischen Freunde / meine Austausch-Familie / meine Gastmutter / meine Austauschschülerin werde ich ein bisschen vermissen / meine nette Familie, die ich natürlich auch vermisse / meine Gastfamilie
  • das scharfe Essen, da meine Schwester scharf absolut hasst! Ich habe das geliebt.
  • die Gastfreundlichkeit der Leute
  • die günstigen indischen Preise (2x genannt)
  • meine eigene Didi
  • es ist immer was los
  • die gemeinsamen Trips, die wir, verglichen mit Amerika, mit den Indern erlebt haben
  • das leckere Essen
  • generell die gemeinsame Reise

Worauf wir uns freuen ….

Indien ist faszinierend, bezaubernd, atemberaubend. Und doch sehnen sich unsere Austauschschüler wieder nach ihrer Heimat? Aber wonach genau?

Unsere Austauschtruppe
Unsere Austauschtruppe

Wie bereits bei früheren Austauschbegegnungen gibt eine Kurzumfrage Auskunft darüber, was ihnen in Indien gefehlt hat und worauf sich unsere Turmair-Schüler und -Lehrer besonders freuen.

Eventuell verraten die Antworten ja auch etwas darüber, was uns kulturell von Indien unterscheidet.

  • ein weiches Bett und eine kuschelige Decke
  • auf mein Bett
  • Sprudelwasser (4 mal genannt)
  • Schweine- und Rindfleisch. Wirklich!
  • Verlässlichkeit
  • dass die Leute sich an Pläne halten und meist pünktlich sind
  • mehr Freiheit
  • ich brauche wieder ein bsschen meine Privatsphäre
  • keine Sektoren [Noida ist in Sektoren unterteilt, die oft wie abgeschlossene, unabhängige Viertel agieren]
  • meine Mama, insgesamt meine Familie, aber am meisten meine Mama
  • auf den besseren Verkehr und dass das ganze Gehupe mehr oder weniger aufhört
  • auf den geregelten Verkehr
  • auf eine heiße Badewanne

Farewell – Das heißt auf Wiedersehen

Jede Austauschbewegung geht einmal dem Ende zu und dann ist es an der Zeit, dankbar zurückzublicken und die neu hinzugewonnen Freundschaften zu feiern. Auch wenn wir erst in zwei Tagen abfliegen, so nahmen wir das beginnende Wochenende zum Anlass unseren Abschied auf Zeit, unser Farewell zu feiern – bis wir uns im Frühjahr in Deutschland wiedersehen.

Eingeleitet wurde das Farewell mit Snacks. Und dieses mal ließen wir uns nicht überrumpeln. Wir wussten genau, dass es danach noch viel mehr zu Essen geben wird und hielten uns vornehm zurück.

So tanzt man in Indien

Danach folgen die obligatorischen Reden und Danksagungen. Nicht fehlen durften natürlich die schon zur Tradition gewordenen Tanzdarbietungen unserer Austauschschüler: Bollywood meets Bayerischen Volkstanz!

Doch das eigentliche Highlight war der gesellige Teil danach. Freier Tanz, viele Umarmungen und Selfies, Selfies, Selfies. Ein ganz normaler indischer Freitag Abend eben.

Unbeschreibliches Essen – Südindisch

Und wieder geht es um das unbeschreibliche Essen. Es ist aber auch schwer, sich die ganzen Namen der Mahlzeiten und der Zutaten zu merken. Noch schwerer wurde es für unseren Turmair-Austauschschüler Quirin S., als er mit seiner Gastfamilie das erste mal südindisch Essen war. Südindische Mahlzeiten unterscheiden sich erheblich von den nordindischen, z. B, durch eine häufigere Verwendung von Reis und Kokosnuss. Das Essen mit der Hand ist dagegen in Süd- und Nordindien gebräuchlich; die beschriebene Kleiderordnung ist eher der Familientradition geschuldet.

Wer ist hier der Inder? Zwei Schüler mit Lungi.
Wer ist hier der Inder? Zwei Schüler mit Lungi.

Gestern wurden meine Gastfamilie und ich von deren Nachbarn zu südindischem Essen eingeladen. Da man dort normalerweise etwas trägt das Lungi heißt ,kombiniert mit einem weißen Shirt und drei waagerechten golden Strichen auf der Stirn, haben wir uns dementsprechend gekleidet.

Das interessante an dem Essen der Südinder ist, dass sie weder Teller noch Besteck benutzen. Das Essen wird traditionell auf einem Bananenbaumblatt gegessen.

Die Familie hat mir erzählt, dass das Essen in Südindien oft sehr gesund und gut für den Magen ist , weil viel Kokosnuss verwendet wird.

Südindisches Essen
Südindisches Essen – Dosa, Idli Sambar und Chutneys

Als Vorspeise haben wir eine Suppe bekommen, in der viele verschiedene Masala Gewürze enthalten waren, es war leider nicht so mein Fall. Als Hauptspeise gab es dann so einen Reistaler denn man in so eine Soße eintauchen sollte, außerdem noch eine Art Pfannkuchen aus Reis der mit Kartoffeln gefüllt war.

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Wohin damit?

Gesegnete Gegenstände gibt es in Indien zuhauf: Eine Blumengirlande, die man als Prasad vom letzten Tempelbesuch mitgenommen hat. Ein Murti, dass während Diwali zu Ehren Lakshmans, Sitas und Rams aufgestellt wurde. Eine Darstellung Ganeshas, dass einem Nana für die Prüfung geschenkt hat.

Doch was macht man damit, nachdem die Gegenstände ihren Zweck erfüllt haben oder kaputt gegangen sind?

Götter unter dem Baum
Götter unter dem Baum

Scheinbar gibt es nur zwei Möglichkeiten: Behalten, egal wie unansehnlich der Prashad auch wird, oder wegwerfen. Doch dies kommt aufgrund der Segnung für viele Inder niemals infrage.

Auf heilige Weise entsorgt.
Auf heilige Weise entsorgt.

Für den pragmatischen gläubigen Inder gibt es daher noch eine dritte Option. Die Murtis, Bilder oder Opfergaben werden beim nächsten Peepal Tree abgelegt.

Der Bau an sich ist heilig und demzufolge ist eine Entsorgung an so einem Ort ebenfalls eine heilige Tat, auch wenn man den Ort nie wieder aufsucht.

Der Baum an sich gleicht mit seinen vielen Figuren und Bildern schließlich einem etwas ramponierten Altar für die ganze Götterschaf Indiens.

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Das Leben der Straßenhunde von Neu Delhi

geschrieben von Laura S.

Wir waren in einem großen Animal Shelter in Neu Delhi zu Besuch, um einen Einblick zu
bekommen, wie in Indien mit Straßentieren umgegangen wird.

Teilweise paralysierte Hunde
Teilweise paralysierte Hunde

Schon als wir ankamen lagen viele ehemalige Straßenhunde vor und hinter dem Tor zum Tierheim. Bereits beim Aussteigen aus dem Bus begrüßten uns mindestens zwei Hunde und wollten unbedingt gestreichelt werden.

Im Tierheim waren es sogar noch weitaus mehr freilaufende Hunde, die auf uns zukamen.

Die Dame, die uns herumführte, erklärte uns das alle Hunde, die hier frei umherlaufen kastriert und geimpft sind. Dies macht sie deutlich ruhiger. Sie gab an, das all diese Hunde mit großer Wahrscheinlichkeit ausgesetzt worden sind von ihren Besitzern, weil sie entweder nicht mehr Welpen mehr waren oder Behinderungen hatten.

Freundliche Hunde
Die freundlichsten Hunde dürfen frei herumlaufen

Zuerst führte sie uns zum „Happy Place“, ein Gehege für junge Hunde, die oftmals aufgrund
einer Behinderung oder Krankheit sich selbst überlassen wurden. Sie ließ sie heraus und wies darauf hin, das sie noch sehr wild seien und oft hochspringen würden.
Der nächste Stop brachte die Zwinger für die kranken Hunde, die wegen ihrer Behandlung nicht frei herumlaufen durften oder auch um andere Hunde nicht anzustecken.
Leider ist es eine traurige Tatsache, das nur einer von zehn Straßenhunden tatsächlich überlebt.

Ebenfalls gab es einen sehr großen Zwinger für die aggressiven Hunde ohne Auslass, da sie eine Gefahr für die anderen Hunde oder Besucher darstellten.

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