Tag 7 – Interview mit einem Cricket Profispieler

Madan Lal Interview
Mr. Madan Lal beim Interview mit unseren Austauschschülern

Cricket ist in Indien kein Sport, sondern eine Religion! Und da wir schon mal hier waren haben wir unsere indischen Freunde gleich einmal zu einem Cricketmatch herausgefordert. Wir haben zwar offiziell gewonnen, doch ist dieser Sieg mehr auf das Mitleid des Schiedsrichters, als auf unser sportliches Können zurückzuführen.

Nachdem wir uns mehr schlecht als recht bemüht haben, wollten wir einen Profi fragen, was das Besondere an Cricket ist. Der in Indien berühmte ehemalige Nationalspieler Mr Madan Lal hat uns aus diesem Grund besucht und stand unseren Austauschschülern in einem Interview Rede und Antwort. 

Bemerkenswert ist vor allem, dass er sich für mehr Schulsport an Indischen Schulen einsetzt. Auch plädiert er dafür, nicht immer sofort aufzugeben, wenn es im Leben Rückschläge gibt.

Einige seiner Ausführungen und Interviewfragen haben wir in einem kurzen Video zusammengefasst.

Der Profispieler Mr Madan Lal beim Interview

Tag 15 – Seilspringen ist kein Kinderspiel

Als wir unser Austauschprogramm für den letzten Tag noch einmal genauer anschauten, bemerkten wir zwischen der Ankündigung zum Farewell Dinner und zur Assembly das Wort “Rope Skipping” (dt. Seilspringen).

Hmm. Seilspringen kennen wir. Ist keine große Sache und werden wir das mit unseren sportlichen Turmair-Schülern ohne weiteres hinbekommen. Was wir jedoch dann zu sehen bekamen sprengte doch unsere Erwartungen.

Die Vorführung

Als wir die Assembly Hall der Schule betraten warteten auf uns schon 6 Sportler der Indian Rope Skipping Federation. Sie hatten verschiedene Springseile in einem speziellen Muster auf dem Boden ausgebreitet. Diese Seile hatten unterschiedliche Längen, Farben und waren zum Teil mit kleinen Plastikröhrchen beschwert um die schnellen Bewegungen besser sichtbar zu machen.

Wir setzten uns alle, es wurden Reden gehalten und schließlich startete die atemberaubende Vorführung, die man hier in gekürzter Form anschauen kann.

Seilspringprofis
Die Afterparty

Bei einem gemeinsamen Mittagessen erzählten die Sportler dann von ihrem Alltag. Tägliches Training, Wochendenden mit Turnieren und immer neue Ideen, die man ausprobieren und einstudieren muss. Ein anschließendes kleines Training, bei dem die deutschen Lehrer einige Tricks der Rope Skipper ausprobierten, blieb zum Glück ohne Kameraaufnahmen.

Tag 15 – Unsere Interpretation indischer Sportarten

Drei Tage vor unserer Abreise wurde unsere Kreativität noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Da die LVIS sich für den International School Award beworben hat, müssten die Turmair-Schüler bei der Abschlussveranstaltung einen Sketch über die verschiedenen Sportarten Indiens aufführen. Der Erfolg der hoch angesehenen Schul-Bewerbung hänge ganz allein von dieser Aufführung ab. Also bloß kein Druck!

Nach einiger Recherche im Netz entschieden wir uns das Gedicht “Sports” des Autors Rahul Travasso neu zu interpretieren und mit der Hilfe aller Austauschteilnehmer aufzuführen:

Tag 6 – Hölzer, Eisen und viele, viele Löcher

Golf boomt in Indien. Und während der Platz in den Innenstädten rar ist, schießen an den Randlagen der Großstädte die Golfplätze nur so aus dem Boden. Natürlich gleich verknüpft mit Spa, Villenviertel und eigener Security. Wir Austauschteilnehmer haben uns eine Schnupperstunde im Jaypee Greens Golf Resort gebucht.

Doch anstatt fröhlich Bälle in die Weite zu schlagen mühen wir uns zunächst mit Dehnübungen, Hampelmännern und Gleichgewichtsübungen ab. Immerhin wollen wir keine Verletzung riskieren.

Uns fliegen die Bälle um die Ohren – Die Driving Range

Danach geht’s an die Driving Range um unseren Abschlag zu trainieren: Füße näher zusammen, Knie leicht Beugen und beherzt zuschlagen. Während der Ball einige Zentimeter weiterrollt fliegt die darunterliegende Grasnarbe im Hohen Bogen auf die Wiese. So weit so gut! Schlag um Schlag verbessere ich unter dem gestrengen Auge des Golflehrers meinen Abschlag und schon bald hört man mich und die Austausch-Schüler ihre geschlagenen Weiten um die Wette rufen: 140, 190, 25!

Golf-Yoga: Der Baum

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Ein ruhiges Händchen ist gefragt – Das Putting Green

Auch beim Putten machen einige unserer Turmair-Schüler eine gute Figur. Ball um Ball rollt ins Loch und schon bald wird ein Spaß daraus, die weiter entfernten Löcher der anderen Gruppen anzupeilen und deren Spiel zu stören. Der Aufsichtführende Golflehrer hat alle Hände voll zu tun um Ruhe ins Spiel zu bringen und ist froh, als er uns in die Snackecke entlassen kann.

Rasen und Palmen im Kontrast zur Stadtatmosphäre

Das zum Golfplatz zugehörige Areal ist riesig. In Golfcarts werden wir von Bediensteten auf eine kleine Tour genommen und können es gar nicht glauben. Saftig grüner Rasen, Palmen und Teiche begrüßen uns. Vom dichten Verkehr, dem Müll und dem Gedränge hinter den Mauern ist hier nichts zu spüren. Wieder einmal zeigt sich, dass Indien ein Land voller Kontraste ist. 

Golf, eine Sportart, die man normalerweise nicht sofort mit Indien in Verbindung bringt. Aber das internationale Publikum hat diesen Sport auch hier populär gemacht und durch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen wächst auch der Nachwuchs für die Golfclubs heran. Es wird interessant werden zu sehen, ob sich dieser Sport gegen Cricket, Hockey und Co durchsetzen kann. Uns hat der Tagesausflug auf alle Fälle Spaß gemacht.

 

Nani, Nana? Dadi, Dada und Didi!

Nani, Nana? Dadi, Dada und Didi! Was hier wie  ein niedliches Zwiegespräch mit einem Säugling klingt, hat für die Menschen Nordindiens eine völlig andere Bedeutung.  Mit den ersten vier Wörtern werden die Großeltern benannt, je nachdem, ob sie mütterlicherseits oder väterlicherseits sind; Didi bezeichnet dagegen die ältere Schwester. Bei den Großeltern könnte man jetzt noch jeweils ein “Ji” anhängen um sie noch respektvoller anzusprechen.

Eine weitere Ansprache wäre noch Bhaiya. Was zwar einerseits den Bruder bezeichnet, aber auch als allgemeine Ansprache für “He, Sie!” verwendet wird, und am besten mit “Kumpel” übersetzt werden kann.

Schnell wurde unseren Austauschteilnehmern klar, dass man sich im Norden Indiens zwar völlig selbstverständlich mit Englisch durchschlagen kann, doch ein paar Worte in Hindi helfen einem um sich besser zurechtzufinden, Familienmitglieder richtig anzusprechen, oder auch einfach nur nach der Toilette zu fragen. Und da unserer erster Sprachkurs schon wieder Monate zurück lag fanden wir es eine gute Idee in der LVIS ein paar Worte mehr einzustudieren. 

Das Resultat unserer Bemühungen kann man im folgenden Video bestaunen. Wer uns versteht kann ja eine Englische oder Deutsche Übersetzung in den Kommentar schreiben:

Tag 7 – Cricketanleitung für Cricket-Nichtkönner

Am Donnerstag hatten wir Schüler vom Johannes-Turmair-Gymnasium unser Cricketmatch, es war unser erstes richtiges Cricketmatch und so spielten wir es auch.
Aber nach einer genauen Einweisung der Sportlehrerin spielten diejenigen die Interesse hatten in gemischten Teams mit den indischen Schülern. Es war für alle deutschen Austauschschüler eine neue aber spaßige Erfahrung und manch einer konnte auch ein paar erfolgreiche Aktionen erzielen.

Für alle Cricket-Nichtkönner:
Valentin als Wicketkeeper
Der Autor des Artikels verteidigt sein “wicket”

Beim Cricket stehen zwei “wickets” 22 yards von einander entfernt (Wicket: Drei Holzstäbe die im Boden stecken) und vor denen jeweils ein sogenannter Wicketkeeper steht mit einem Baseballschläger ähnlichem Schläger der dieses zu beschützen hat.
Auf einer Seite steht der “bowler” vom gegnerischen Team, der versucht mit einem Ball das gegenüberliegende Wicket abzuwerfen, wenn ihm das gelingt ist der gegenüber stehende Wicketkeeper out, falls dieser jedoch den Ball wegschlägt muss er und der gegenüberstehende Wicketkeeper hinundher rennen und für jeden run bekommen sie einen Punkt. Den weggeschlagenen Ball muss das Team zu welchem auch der bowler gehört direkt fangen um den Wicketkeeper out zu machen oder zum Wicket werfen um das hinundher rennen zu unterbieten. Immer wenn jmd. out gemacht wird muss ein anderer aus dem Team nachrücken.

Geschrieben von Valentin Gölzhäuser

Tag 9 – Taj Mahal – Eines der neuen sieben Weltwunder

Am Samstag ging es um 7:30 Uhr (geplant war eigentlich um 7 Uhr) endlich nach Agra los. Nach einer langen Fahrt kamen wir am ersten Ziel, dem Agra Fort, an. Dort sahen wir neben den sehenswertem und beeindruckenden Denkmälern auch lustige Affen und hungrige Streifenhörnchen. Danach ging es zum Mittagessen in ein☆☆☆☆☆-Hotel mit Buffet. Alle liebten das Essen und manche aßen sogar etwas zu viel. Dann ging es endlich auf zum Taj Mahal. Dort angekommen sahen wir große Menschenmassen, welche uns aufgrund der Hitze den Weg erschwerten. Während die Mädchen schnell durch die Sicherheitskontolle kamen, mussten die Jungen in rießigen Schlangen anstehen, doch auch dies war ein Erlebnis, denn ein räuberischer Affe wurde von den Wachmännern mit einem Eisenstab verprügelt.

Nach ca. 45 Minuten fand die Gruppe schließlich wieder zusammen. Jetzt ging es los um das aus Marmor angefertigte Grabmal endlich live zu sehen. Alle waren begeistert von dessen Anblick. Sofort wurden die ersten Selfies geschossen. Dann ging es ins Innere des Taj Mahals in welchem zwar keine Fotos erlaubt waren, aber manche Schüler (und auch Lehrer) trotzdem welche schossen.

Den Abend ließen wir noch im McDonalds und auf einer langen, amüsanten Busfahrt ausklingen. Am Ende des Tages fielen wir zwar alle sehr erschöpft, aber glücklich in unsere Betten.

Geschrieben von Alina, Lea, Steffi