Endlich zu Hause!

Ausflüge, Schulbesuche, Projektarbeit. Manchmal kann der Austausch auch stressig werden. Dann ist es umso entspannender einfach einmal eine Pause zu machen und den Abend bei der Gastfamilie zu verbringen. Von einem dieser Abende berichtet unsere Austauschschülerin Paula R.:

Qwirkle
Deutsch-Indischer Spieleabend

Gesten haben wir unseren ersten Spieleabend gehabt. Wir haben Qwirkle gespielt (ein Spiel mit verschiedenen Farbsteinen, die man aneinander reihen muss).

Es war anfangs etwas schwer das Spiel zu erklären, aber Ritanshi hat es schnell verstanden und wir konnten ohne Schwierigkeiten spielen. Am Ende hat leider – so wie immer – meine Mutter gewonnen.

Tag 13 – Vatertagsausflug zum Großen Arber

Nach einem kräftigen Frühstück früh am Morgen, ging der Ausflug um neun Uhr los. Der Plan für heute war es, den indischen Gästen den größten Berg im Bayerischen Wald zu zeigen: den Großen Arber. (1435 m ü. NN)

Treffpunkt war Sankt Engelmar, wo sich, wie vereinbart, meine Familie und die meines Freundes Jonas trafen.

Nach der kurvenreichen Strecke, die Akshat wie eine Achterbahnfahrt vorkommen musste, ihm wurde nämlich schlecht, kamen wir am Ziel an. Wir fuhren mit einer Gondel den Berg hinauf, bestiegen den Gipfel und erkundeten die felsige Region. Dazu gehörten die Radaranlage sowie die Arberkapelle. Dort schossen wir eine Menge Bilder und genossen die Aussicht.

Obwohl das Wetter anfänglich recht frisch war, kam gegen Mittag doch noch die Sonne raus und wir machten eine Brotzeit in der schönen Natur. In warmen Frühlingstemperaturen ging es mit der Seilbahn wieder runter in das Tal.

Als nächstes Ziel auf unserer Ausflugsroute stand das Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck. Wir besichtigten den interessanten Park mit seinen Gärten und Kunstwerken. Der Höhepunkt war der Besuch in der Glashütte, wo wir aus der Nähe einem Glasmacher bei der Herstellung einer Glasskulptur bestaunen konnten.

Als Abschluss durfte Saatvik sogar selber kurz Hand anlegen. Im anliegenden Glasladen haben wir für uns und unsere indischen Freunde Gläser mit persönlichen Gravuren von einem Künstler anfertigen lassen.

Am Ende eines erlebnisreichen Tages ließen wir ihn bei Eis und Kaffee entspannt ausklingen. Ich hoffe, dass nicht nur unseren indischen Besuchern, sondern auch unseren Vätern ihr Feiertag viel Spaß gemacht hatte.

Geschrieben von Maximilian Mandat

Tag 14 – Zeit für ein „Auf Wiedersehen“

Der letzte Tag in Deutschland! Alle am Austausch beteiligten Schüler, Eltern und Lehrer trefen sich noch einmal um den Deutschlandaufenthalt unser indischen Freunde würdig abzuschließen. Eigentlich ist es an der Zeit „Lebewohl“ zu sagen, aber glücklicherweise sehen sich die Schüler ja schon wieder im Oktober in Indien und daher sieht man meist nur lachende Gesichter. Nur hier und dort wird vereinzelt eine Träne weggewischt.

Die Sonne brennt noch vom Himmel, als die Familien am Karmeliten in Straubing eintreffen. Die meisten von ihnen tragen traditionelle Kleidung. Indische Kurtas? Bayerische Tracht? Diese Unterscheidung interessiert heute keinen mehr. Und nicht nur die Kleidung ist bunt durcheinander gewürfelt. Auch an den Tischen kann man die Schüler des Turmair-Gymnasiums und der Lotus Valley International School ohne jede Feste Länderaufteilung durchmischt sitzen sehen. Natürlich reden alle über den letzten gemeinsam verbrachten Nachmittag oder das Cricket Spiel am Sportgelände. Herr Pöschl, der Projektleiter auf deutscher Seite begüßt zügig alle Gäste und eröffent auch gleich das Buffet: Indisches Curry, Bayerische Semmel- und Kartoffelknödel, … sogar das Essen ist heute multikulturell!

 

Während der offiziellen Reden geht der Dank der Lehrer zunächst an die Eltern, ohne deren Geduld und Ausdauer der Austausch nicht möglich gewesen wäre. Natürlich werden aber bei der Dankesrede auch nicht die Schulleitungen und die Schüler beider Schulen ausgelassen. Letztere haben sich als wahre Repräsentanten und Botschafter ihrer Heimatländer gezeigt. Alle von Ihnen bekommen daher ein Zertifikat überreicht in dem noch einmal aufgelistet wird, an welchen Projektpunkten der jeweilige Schüler teilgenommen hat.  Den beiden indischen Lehrkräften wird passend zum Projektmotto „Verschiedene Länder – Verschiedene Sportarten“ zuletzt noch ein Pokal für ihre Schule überreicht.

Es schießt sich ein informeller Teil an, in dem ein Drehorgelspieler bekannte Deutsche Lieder zu besten gibt. Als die beiden deutschen Lehrer Frau Wiedemann und Herr Pöschl dann noch aufgefordert wurden mitzusingen war das Gelächter vorprogrammiert. Dieses Lachen war auch ein passender Schlussakkord für den Deutschlandaufenthalt unserer indischen Gäste. Morgen geht’s mit dem Flugzeug nach Hause. Heute wollen wir daran aber gar nicht denken.