Zwei Gesänge und viele Blumengirlanden

Deutsche Schüler in Tracht
Die deutschen Austauschschüler warten in Tracht auf den Beginn der Assembly

Zwei Gesänge rahmten das Programm der offiziellen Willkommens-Versammlung an der LVIS ein. Zu Beginn, das Gaitri Mantra, das wir ähnlich wie ein Gebet auch zu Beginn eines jeden Schultages singen, zum anderen die Nationalhymne, die von den Schülern in Hab-Acht-Stellung vorgetragen wurde.

Dazwischen gab es neben typischen Indischen Willkommensritualen die unterschiedlichsten Reden, Volks- und Bollywood-Tänze und eine fernsehreife Yoga-Vorführung.

Die Lehrer und Schüler während des Gaitri-Mantras

Auf Deutsch und auf Englisch begrüßten uns zwei Schüler derInternational School und baten die Zuschauer, sich zum Gaitri-Mantra zuerheben. Natürlich kamen auch die Turmair-Schüler, die allesamt in Trachtangetreten sind, dieser Bitte nach. Zwar konnten Sie die Sanskrit-Verse noch nicht mitsingen, dennoch verfehlte der Gesang von mehreren hundert Schülern nicht seine Wirkung. Fünf Mal wurden die Sanskrit-Verse in unterschiedlichenTonhöhen gesungen. Später in der Woche sollten auch die JTGler die Gelegenheit bekommen, den mehrere tausend Jahre alten Text zu lernen.

Die ans Gaitri-Mantra folgende Stille nutzte die neue Vizedirektorin der Lotus Valley International School aus und bat die den Austausch begleitenden Lehrkraft zur zeremoniellen Entzündung der Öllampe. Diese Lampe wird bei jeder größeren Veranstaltung entzündet und ist stets mit Mandalas oder Blumenschmuck verziert. Jeder Gast erhält dabei die Ehre einen Docht zu entzünden.

Nur eines der vielen vorgeführten Yoga-Assanas
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Ein Besuch bei Cheshire Homes India

Cheshire Homes India
Das Eingangsschild der Einrichtung

Am 31. Oktober sind wir nach der Assembly zum Cheshire Home in Neu Delhi gefahren.  In dieser Betreuungseinrichtung für geistig und körperliche behinderte Menschen findet nicht zum einen eine Betreuung der Bewohner statt, zum anderen werden jedoch auch Kinder aus den Slumregionen Delhis beschult. Das neueste Projekt beschäftigt sich damit, behinderten Menschen einen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Der Besuch galt als Gegenstück zum Besuch der indischen Schüler in den KJF-Werkstätten Straubing.

Im Cheshire Home angekommen wurden wir in einen Raum geführt, wo schon mehrere geistig und körperlich eingeschränkte Personen warteten. Manche konnten noch reden und so unterhielten wir uns, da unsere Hindikenntnisse nicht ausreichten, mit der Hilfe unserer ustauschpartner mit den Bewohnern. Dabei erfuhren wir von einigen etwas mehr über die Vergangenheit und dem jetzigen Leben im Heim.

Danach wurden wir von einem der Bewohner, der nicht mehr sprechen konnte, herumgeführt. Dank seiner Gestik erfuhren wir jedoch noch vieles über das von der Europäischen Union geförderte Heim.

Geschrieben von Regina L.

Tag 6 – Die Inder in Franken

Neben der Projektarbeit, bei der die Unternehmenskultur in Deutschland von unseren indischen Austauschschülern analysiert wird, sollen unsere Gäste ja auch unsere Kultur kennen lernen und ein wenig über die Geschichte Deutschlands lernen.

Kurzausflüge in die Straubinger Kirchen, zum Weltkulturerbe der Regensburger Innenstatt oder eben auch nach Nürnberg sollen das ermöglichen. Mit dem Zug ging es daher am Donnerstag von Straubing in die fränkische Kaiserstadt.

Mittelalterlich begann die Führung durch die Innenstadt im Waffenhof neben dem Frauentor. An Hand der altertümlichen Bauten in Mitten der Wallanlagen konnte man sich gut in die damalige Zeit zurückversetzen und die mittelalterliche Stadtbefestigung bewundern.

Zu Fuß ging der Weg über das Denkmal für die Vertriebenen zur Straße der Menschenrechte. Dort wurde den Schülern die weniger rühmliche Geschichte Nürnbergs erläutert. Reichsparteitage und Nationalismus wurden besprochen und dem Denkmal für die unveräußerlichen Rechte eines jeden Menschen gegenübergestellt.
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Tag 6 – Hölzer, Eisen und viele, viele Löcher

Golf boomt in Indien. Und während der Platz in den Innenstädten rar ist, schießen an den Randlagen der Großstädte die Golfplätze nur so aus dem Boden. Natürlich gleich verknüpft mit Spa, Villenviertel und eigener Security. Wir Austauschteilnehmer haben uns eine Schnupperstunde im Jaypee Greens Golf Resort gebucht.

Doch anstatt fröhlich Bälle in die Weite zu schlagen mühen wir uns zunächst mit Dehnübungen, Hampelmännern und Gleichgewichtsübungen ab. Immerhin wollen wir keine Verletzung riskieren.

Uns fliegen die Bälle um die Ohren – Die Driving Range

Danach geht’s an die Driving Range um unseren Abschlag zu trainieren: Füße näher zusammen, Knie leicht Beugen und beherzt zuschlagen. Während der Ball einige Zentimeter weiterrollt fliegt die darunterliegende Grasnarbe im Hohen Bogen auf die Wiese. So weit so gut! Schlag um Schlag verbessere ich unter dem gestrengen Auge des Golflehrers meinen Abschlag und schon bald hört man mich und die Austausch-Schüler ihre geschlagenen Weiten um die Wette rufen: 140, 190, 25!

Golf-Yoga: Der Baum

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Ein ruhiges Händchen ist gefragt – Das Putting Green

Auch beim Putten machen einige unserer Turmair-Schüler eine gute Figur. Ball um Ball rollt ins Loch und schon bald wird ein Spaß daraus, die weiter entfernten Löcher der anderen Gruppen anzupeilen und deren Spiel zu stören. Der Aufsichtführende Golflehrer hat alle Hände voll zu tun um Ruhe ins Spiel zu bringen und ist froh, als er uns in die Snackecke entlassen kann.

Rasen und Palmen im Kontrast zur Stadtatmosphäre

Das zum Golfplatz zugehörige Areal ist riesig. In Golfcarts werden wir von Bediensteten auf eine kleine Tour genommen und können es gar nicht glauben. Saftig grüner Rasen, Palmen und Teiche begrüßen uns. Vom dichten Verkehr, dem Müll und dem Gedränge hinter den Mauern ist hier nichts zu spüren. Wieder einmal zeigt sich, dass Indien ein Land voller Kontraste ist. 

Golf, eine Sportart, die man normalerweise nicht sofort mit Indien in Verbindung bringt. Aber das internationale Publikum hat diesen Sport auch hier populär gemacht und durch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen wächst auch der Nachwuchs für die Golfclubs heran. Es wird interessant werden zu sehen, ob sich dieser Sport gegen Cricket, Hockey und Co durchsetzen kann. Uns hat der Tagesausflug auf alle Fälle Spaß gemacht.

 

Tag 6 – Hund, Schildkröte und Kobra

Child-Pose
Diese Übung hilft die Verdauung anzukurbeln

Hund, Schildkröte, Kobra … Wie, es geht in den indischen  Zoo!? Nein – hinter diesen Namen verstecken sich nur einige der unendlich vielfältigen Asanas, Yogaübungen.  Nun mag es manchem als Herausforderung erscheinen, eine Sonne zu begrüßen, die sich hinter dem Smogschleier über Delhi versteckt hält, es ist aber gar nicht so schwer, wenn man in den Genuss einer Yogastunde an der Lotus Valley International School kommt.

Kobra - Sonnengruß
Die kleine Kobra aus dem Sonnengruß

Angespornt durch die Beweglichkeit unserer jungen Lehrer und Lehrerinnen, schmeißen wir uns also in Pose. Zunächst Ächzen und Kichern (so eine „halbe Schildkröte“ kann schon Mal lustig aussehen), doch dann kehrt langsam Ruhe ein. Wir lernen die richtige Atemtechnik und bringen dann doch einen ganz passablen Sonnengruß hin. Mit einem langgezogenen“Ommmmmm“ lassen wir unsere erste Yogastunde ausklingen.

Namaste
Grundhaltung – Namaste

Ganz schön entspannend – vielleicht probieren wir das Zuhause auch einmal aus, wenn uns der hektische Schulalltag wieder hat. So, und jetzt einatmen, ausatmen, Ommmmmm…

Geschrieben von Christina Wiedemann