Vorbereitung – Tims Eindrücke zum Austauschstart

Dhruva Jain? Mancher wird sich jetzt denken was ist das? Ein Schreibfehler?

Nein, Dhruva Jain ist der Name meines indischen Austauschschülers der in Kürze bei uns zu Gast sein wird. Wie es dazu gekommen ist?

Wir haben die Möglichkeit im Rahmen der im JTG angebotenen Austauschprogramme der 9. Klasse nicht nur in die USA zu reisen sondern auch Indien kennen zu lernen.

Indien ist für mich derzeit noch ein ziemlich unbekanntes Land, mit dem ich mich bisher nicht groß beschäftigt hatte. Auf einer Informationsveranstaltung die Herr Pöschl durchführte, wurde mein Interesse an diesem Land geweckt. Zahlreiche Bilder die präsentiert wurden zeigten ein farbenfrohes Land das ganz anders zu sein scheint als hier bei uns. Herr Pöschl beschrieb das Land in zahlreichen Episoden und Erlebnissen. Kurz gesagt, das interessiert mich wirklich. Es tauchten viele Fragen bei mir auf: wie leben die Menschen in Indien, wie arbeiten sie dort, wie verbringen sie ihre Freizeit und noch vieles mehr.

Nach kurzer Überlegung und Besprechung mit meinem Eltern entschied ich mich für die Teilnahme an diesem Schüleraustausch. Schon nach kurzer Zeit wurde mir durch Herrn Pöschl Dhruvan als mein Austauschschüler zugewiesen. Wir tauschten unsere Handynummern aus und bereits nach wenigen Tagen hatten wir einen intensiven Informationsaustausch über WhatsApp. Hier konnten wir schon einige Gemeinsamkeiten feststellen. Dhruva stellte schon einige konkrete Fragen über seine „neue Heimat“ und auch ich konnte mir schon einige Infos über sein indisches Umfeld einholen.

Ich freue mich schon heute auf das persönliche Kennenlernen mit Dhruva hier bei uns in Bayern aber auch auf meinen Aufenthalt in Indien.

Die Vorbereitungen haben begonnen – pünktlich zu Holi

Holi-Farbe
Beim Holi-Fest wird mit Farben der Beginn des Frühlings gefeiert

Pünktlich zum hinduistischen Fest der Farben, dem Holi-Fest, haben sich unsere neuen Austauschschüler getroffen um sich zum ersten Mal auf den Indienaustausch 2018 vorzubereiten und mit ihrem interkulturellen Training zu beginnen:

Durch ein Los bekamen die Turmair-Schüler Beschreibungen von Begrüßungsritualen unterschiedlicher Kulturen zugewiesen. Diese Begrüßungen führten sie anschließend stumm bei den anderen Teilnehmer durch.

Und während der typische Handschlag von den meisten als normal und eher angenehm empfunden wurde, konnte man bei mancher Umarmung oder bei einem neuseeländischen Hongi das Unbehagen der Schüler sehen und spüren. Kulturen sind unterschiedlich! Sie besitzen unterschiedliche Gebräuche, Riten und Rituale und man sollte sich nicht wundern, wenn scheinbar “normale und harmlose” Gesten bei einer Person einer anderen Kultur Befremden hervorruft.

Assoziationen Indien
Der Beginn des interkulturellen Trainings: Wörter, die den Teilnehmern zum Begriff “Indien” einfallen.

Wie das Rollenspiel gezeigt hat, geht es uns Deutschen da ja nicht anders. Bevor man sich also wundert, dass man in Indien als Mann nur selten einer Frau die Hand reicht, oder dass ein einfaches “Namaste” höflicher ist als ein formaler Handschlag, sollte man sich immer an das interkulturelle Training zurückerinnern.

Nach dem Austausch ist vor dem Austausch – Indien 2018

Eigentlich sind wir doch erst vor einem Monat aus Indien zurückgekehrt. Eigentlich schwelgen wir noch immer in den Erinnerungen an reichhaltiges Essen, hupende Autos und viele, liebe Menschen. Eigentlich ….

PPT Elternabend
Auch ein Elternabend muss vorbereitet werden. Hier entsteht gerade die passende Präsentation
Elternabend
Hier geht’s zum Elternabend.

Für mich, als Austauschlehrer bleibt jedoch keine Zeit im hier und jetzt zu verweilen, da schon wieder der nächste Indienaustausch vor der Tür steht und auch dieser geplant werden muss. 

Neben den Förderungsanträgen, die fristgereicht beim Pädagogischen Austauschdienst eingereicht werden müssen und den ersten Anfragen bei möglichen Unterstützern, müssen vor allem neue Mitfahrer gesucht und rekrutiert werden. Ehemalige Indienfahrer streifen daher zur Zeit durch die Klassenzimmer und erzählen von ihren Erfahrungen in Noida, um Lust auf Indien zu machen.

Und natürlich müssen auch die Eltern der potentiellen Austauschteilnehmer informiert werden. Welche Kosten kommen auf mich zu? Welche Kriterien gibt es, damit mein Kind mitfahren kann? All das will geregelt werden. 

Eben diese Eltern-Erst-Information fand heute Abend am Turmair-Gymnasium statt. 20 Eltern, zum Teil mit ihren Kindern, ließen sich von mir erklären, warum ein Austausch mit Indien so spannend ist. Es wurden Filme gezeigt, Bücher herumgereicht und ich hab mich sogar in Schale geworfen und mir meine gute Kurta (Hindi: कुरता) angezogen. Ob es genutzt hat? Nach den Ferien werden die Anmeldungen eingesammelt. Ich bin gespannt, wer dieses Mal beim Abenteuer Indien mit dabei sein wird.

Wer noch Fragen zum Elternabend oder zum kommenden Austausch hat, darf hier natürlich gerne einen Kommentar hinterlassen.

Vorfreude auf den Austausch mit Indien!

Genau noch zwei Monate und dann sind wir endlich in Indien.

Wuhu!!! Ich freue mich schon sehr, obwohl ich trotzdem zugeben muss, dass ich auch ein bisschen Angst davor habe. Gut, vielleicht ist Angst das falsche Wort, aber ich habe auf alle Fälle großen Respekt vor dieser Reise.

Impfung für die Reise
Eine Hepatitisimpfung ist empfehlenswert – Nicht nur bei einer Reise nach Indien.

Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren.  Der Antrag fürs Visum ist ausgefüllt, der Reisepass gecheckt und der Koffer wartet auch schon sehnsüchtig darauf wieder bepackt zu werden. Ich überlege auch schon, welche Bücher ich für den Flug auf meinen Tolino laden soll. Auch muss ich ständig diese Tortur des Impfens über mich ergehen lassen… Aber selbst dieser eine Contra- Punkt kann meine Vorfreude nicht trüben.

Ich freue mich sogar schon wieder auf den Schulbeginn, weil dann Indien vor der Tür steht… (Ist das ein Impfschaden??? Bin ich krank!?!? JJJ)

Geschrieben von Jakob S.

Wie beantragt man ein Visum für Indien?

Bei der EinreiseMit dem deutschen Reisepass kann man in 158 Länder der Welt ohne Visum einreisen. Möchte man jedoch für einen Schüleraustausch nach Indien einreisen, so braucht jeder Schüler dieses Dokument, das ihm von den indischen Konsulaten in Deutschland ausgestellt wird.

Wer nun kurz mal bei einem Konsulat vorbeischaut um sich so ein Visum abzuholen, der wird dort eines Besseren belehrt. Man braucht bestimmte Formulare, Passbilder im richtigen Format und vor allem viel Zeit um den begehrten offiziellen Aufkleber im Reisepass zu erhalten.

Für alle Schüleraustausch-Leidensgenossen. Hier eine kleine Anleitung: Wie komme ich (z. B. als Bayerischer Lehrer) für meine Austausch-Schüler zum

Reisepass
Mit dem deutschen Reisepass kommt man (fast) in alle Länder der Welt.

Indien-Visum?

Das wichtigste ist ein gültiger Reisepass. Da die meisten Schüler nicht über einen solchen Verfügen, sollte man gleich mit der Anmeldung zum Austausch darauf drängen, dass der Pass schnellstmöglich beantragt und ausgestellt wird.

„Wie beantragt man ein Visum für Indien?“ weiterlesen

Die Planungen schreiten voran – aber in welche Richtung?

„Wer von uns fährt eigentlich nach Regensburg mit?“ fragt der besorgte Kollege im Lehrerzimmer. Als ob ich das fünf Tage vor Austauschbeginn schon wüsste! Natürlich könnten die Planungen so kurz vor der Ankunft unserer indischen Gäste abgeschlossen sein, doch wer so denkt, der hat noch keinen Schüleraustausch organisiert.

Planungsskizzen
Vorläufiger Zeitplan für den Deutschlandaufenthalt der indischen Gastschüler

Angefangen hat es damit, dass der Dienstagstermin für den Begrüßungsabend wackelte, da drei deutsche Schüler an einem Fußballturnier teilnehmen müssen. Natürlich könnte man dieses Potluck-Dinner auch montags abhalten, doch da kollidiert es mit einem Schulaufgabentermin. Während ich noch nachgrüble, wie die Misere zu lösen ist, kommt die Nachricht rein, dass der Steg des Ruderclubs ausgebessert werden muss und vielleicht auch unser Wassersport-Termin verschoben wird. Doch wohin? „Wenn man das Judotraining auf den Dienstag legt, könnte man am Mittwoch rudern. Doch dazu muss ich einen Bus umbuchen.“ Während ich in Gedanken ganze Veranstaltungen noch hin und her schiebe, erreicht mich die E-Mail, dass ein seit Langem angefragter Sportverein doch noch an unserem Sport-Projekt teilnehmen möchte und nun um eine Zeitangabe bittet. Das dazu nötige Telefonat verschiebe ich verzweifelt auf morgen.

Um mich zu beruhigen rufe ich schnell einige Vertragspartner an, um mir die vor Wochen reservierten Termine noch einmal bestätigen zu lassen. Ich hätte es wissen müssen: Das Restaurant für den Abschlussabend wird renoviert; ein Ersatz ist noch nicht in Sicht. Jetzt ist es auch schon egal. Rudern am Mittwoch, den Sportverein am Dienstag-Vormittag und die Eistockschützen können flexibel auf einen anderen Wochentag ausweichen.

Und der oben bereits genannte Kollege für die Regensburgfahrt? Auf den kann ich mich wenigstens verlassen. Aber der Rest wird noch mal spannend! Ich habe ja noch Zeit. Es sind ja noch fünf lange Tage. Was kann da schon schief gehen?

Vor dem Austausch – Ashnis Eindrücke

In der Rubrik “vor dem Austausch” schreiben Schüler über ihre Vorbereitung für den Deutsch-Indischen Schüleraustausch. Sie beschreiben ihre Anreize, um am Austausch teilzunehmen und ihren ersten Kontakt zum Partner.

Heute schreibt Ashni, eine Schülerin der Lotus Valley International School, wie sie sich auf die Deutschlandreise vorbereitet und was sie in Deutschland anschauen möchte:

Ashnis Überlegungen zur Deutschlandreise

Ich bereite mich für die Deutschlandreise vor, in dem ich Filme anschaue, Bücher lese und mehr mit meinen Partnern kommuniziere, weil bei einem Austausch handelt es um Interaktion und Lernen.

Ich habe grundsätzlich Angst vor dem Essen, weil ich Vegetarier bin, also weiß ich nicht, wie ich mit meinen Essgewohnheiten umgehen werde. Im Allgemeinen sind introvertierte Menschen schüchtern und interagieren nicht viel mit Fremden.

vegetarisch, bayerische Spezialitäten
Nur ein kleiner Bereich unseres rein vegetarischen Potluck-Buffets 2016 – das Essen sollte auch für Vegetarier kein Problem sein!

Aber ich bin eine sozial extrovertierte Person und kann gut mit Menschen mischen. Ich freue mich darauf, mehr Freunde aus Deutschland zu machen.  Ich möchte  Denkmäler und berühmte Orte sehen. Ich bin eine weggehende und abenteuerliche Person, also möchte ich so viele Orte besuchen, die ich kann.

Ich möchte alles neu mit meinem Austauschpartner ausprobieren und viel Spaß mit ihr haben. Unsere täglichen Routinen werden anders sein, aber ich werde immer noch versuchen, wie sie zu leben. Das Gleiche zwischen uns wäre unsere Natur und Persönlichkeit, weil ich regelmäßig mit meinem Austauschpartner rede und sie scheint auch eine sehr abenteuerliche und freundliche Person zu sein. Also hoffe ich, dass unsere Freundschaft auch nach dem Austauschprogramm fortfährt und ich werde auf jeden Fall wieder nach Indien zurückkehren!