Turmair Imkerei goes Indien

Johannes G. und Elias A.

Haribo, Lebkuchen, Tassen, Krüge – was bringt man zu einem Indienaustausch als Gastgeschenk mit?

Auf diese Frage hatte Herr Pöschl die Idee: Warum nicht den Honig und die Kerzen aus unserer hauseigenen Schulimkerei? Diese Idee traf bei der Direktorin der Lotus Valley International School auf große Begeisterung, als ihr bei unserer feierlichen Willkommenszeremonie ein Glas Honig überreicht wurde.

Aber nicht nur bei ihr fand diese Idee großen Anklang.

Denn am Vormittag des ersten Mittwochs besuchten wir das Tibet Haus in Delhi. Dort erhielten wir einen anderthalbstündigen Vortrag über den Glauben und die Lehren des Lebens. Dieser wurde von Geshe Dorjil Damdul gehalten, einer sehr hoch angesehenen Persönlichkeit, nicht nur im Buddhismus, wie wir später von der Direktorin erfuhren.

Die Turmair-Bienenwachskerze

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Als Abschluss überreichte Herr Pöschl ihm eine unserer Bienenwachskerzen, die so sehr auffiel, dass er diese in den Schoß der heiligen Buddha-Statue des Tibet Hauses legte und nicht, wie andere Geschenke, von den Mitarbeitern weggebracht wurde.

Die Großküchen des Gurudwaras

Der Besuch eines Gurudwaras endet oft in der Langar-Halle bzw. beim Pangat

Langar heißt, dass man sich zusammen mit unzähligen anderen Gläubigen versammelt um die Speisen zu sich zu nehmen, die von Freiwilligen zubereitet wurden. Genau genommen wird mit Langar nur die an das Gurudwara angrenzende Küche bezeichnet, doch im Alltag wird die Versammlung der Speisenden (Pangat) und das Wort Langar meist synonym verwendet.

Die Zutaten für diese Speisen wurden gespendet. Dies geschieht oft z. B. im Rahmen einer Familienfeier, oder im Gedenken an einen verstorbenen Angehörigen. Aber auch ohne speziellen Grund sehen es viele Sikhs als ihre Pflicht an, regelmäßig für die Küche zu spenden. Salz, Linsen, Mehl – alle gespendeten Zutaten werden anschließen in den Vorratsräumen des Gurudwaras sorgfältig aufbewahrt.

Für die Zubereitung sorgen anschließend die Menschen, die sich freiwillig zu diesem Dienst gemeldet haben. Auch hier können es, bei kleineren Gurudwaras, Mitglieder einer Sikh-Familie sein, die gemeinsam antreten, um Rotis zu backen oder Dalgerichte zu kochen.

Auch ist es möglich, dass man sich zu einem 40tägigen Dienst (Seva) beim Gurudwara meldet. Im Rahmen dieser 40 Tage wird man dann zum Fegen der Stufen, Wischen des Bodens, oder eben zum Kochen eingeteilt.

Zum Langar sind alle Menschen eingeladen, egal welcher Religion oder welchem Stand sie angehören. Dies gilt für Gläubige, aber auch für Gäste anderer Religionen.

Einführung in den Buddhismus

Von Emma M.

Unsere Stunde an der Lotusvalley International School begann mit einer kurzen Meditation zur Entspannung. Danach lernten wir mehr über den Buddhismus und seinen Gründer, Siddharta Gautama, der als Buddha bekannt wurde. Seine Eltern hatten Träume, dass er entweder ein König oder ein Buddha werden würde.

Während des Unterrichts

Wir sprachen über seine Erleuchtung und die vier edlen Wahrheiten, die die auf dem Weg zur Überwindung des Leidens durchdrungen werden müssen. Dabei speilten auch der achtfache Pfad und die Erreichung des Nirvanas eine wichtige Rolle.

Zum Abschluss besuchten wir ein tibetisches Haus und lernten mehr über die tibetische buddhistische Kultur.

Self improvement Kurs des Mönchs

von Leon N.

Heute bekamen wir einen Vortrag im Tibet-Haus von Neu-Delhi, um dem Buddhismus näher zu kommen. Der dortige Mönch, Geshe Dorjil Damdul, gab uns viele interessante Lösungsvorschläge, wie wir alle den Sinn des Lebens, glücklich zu sein, erreichen können.

Zum einen erzählte er uns von Kleinigkeiten, die einen großen Einfluss auf uns haben können, wie zum Beispiel, immer positiv auf Ereignisse zuzugehen oder nicht immer nur „Nein“ zu sagen, sondern sich Gedanken zu machen, was man genau sagen möchte.

Zum anderen war sein großer Wunsch, dass wir nicht immer die anderen für schuldig erklären, wenn etwas nicht funktioniert, sondern an uns selbst arbeiten. Denn laut seinem Verständnis beruhen alle Probleme, die wir haben, nur auf zwei Faktoren: innere und äußere.

Da es von den äußeren aber unendlich viele gibt, konzentriert er sich auf die zwei inneren: Unwissenheit, welche man mit Verständnis über gegenseitige Abhängigkeiten beseitigen kann, und Selbstsucht, die man mit klugem Mitgefühl beiseite räumen kann. Wenn man die inneren Faktoren auf null setzt, dann können die äußeren keinen Einfluss mehr nehmen und man hat das Problem gelöst.

Während des Besuchs im Tibet-Haus

All das mag zwar richtig sein, jedoch ist es schwierig, all das auch richtig zu verstehen. Der Mönch nutzte dafür sehr viele treffende Vergleiche und Umfragen in unserer Gruppe, sodass wir eine sehr bereichernde und vor allem umsetzbare Idee des Buddhismus bekommen haben, ohne selbst ein Buddhist zu sein.

„Seh mich nicht als Gott, sondern mehr als Lehrer“ – Buddha

Individuelle Vorbereitungen

Bereitet man die Schüler nicht auf die Kultur Indiens vor, so führt das nur zu Missverständnissen. Man kann es mit den Vorbereitungen aber auch übertreiben. Die Gefahr ist nämlich, dass die Schüler voller Vorurteile in die Begegnung starten. Das richtige Mittelmaß zu finden ist nicht immer leicht.

Ein Koffer wird vorbereitet
Auch der Inhalt eines Koffers muss individuell geplant werden

Doch auch neben den offiziellen Vorbereitungstreffen haben die Schüler Mittel und Wege gefunden, sich ganz individuell auf den Austausch einzustellen und mehr über die fremde Kultur zu erfahren. Wir haben Sie gefragt, was sie ganz speziell in den letzten Tagen noch gemacht haben, um für die große Fahrt bereit zu sein.

Hier ein Auszug aus ein paar ihrer Antworten.

  • Erfahrungsberichte gelesen
  • Klamotten eingekauft
  • Viele Desinfektionstücher gekauft
  • Bei Verwandten nachgefragt, die schon in Indien waren
  • Mit Leuten, die schon da waren geredet
  • Einen indischen Pfarrer nach Tipps gefragt
  • Indisch gekocht
  • Indisch gegessen
  • „Hinduismus for Dummies“ in der Stadtbibliothek ausgeliehen und reingestörbert
  • Beim Arzt Tipps geholt
  • Viele Dinge eingekauft
  • Basketball geübt um gegen meinen Partner darin zu gewinnen😊
  • Erfahrungsbericht von meiner Tante über ihre Indien Backpacking-Tour gelesen
  • Mit meinem Inder Minecraft auf seiner SMP gespielt.

Auffällig ist, wie oft der persönliche Erfahrungsbericht genannt wird. Wir Lehrer hätten ja auf TikTok-Videos und Tipps von Influencern getippt. Weit gefehlt. Bei einer großen Reise vertraut man dann doch lieber jemanden, den man kennt.

Indisch im Flugzeug: besser als im Restaurant!


Wer sich auf die Reise nach Indien begibt und sich besonders auf das indische Essen freut (siehe “Indisches Essen – very spicy?”) wird schon im Flieger beglückt: bereits 5000 km vor Indien wird einem das erste Geschmackserlebnis vorgesetzt:


Für mich gab es heute Palak Paneer (Paneer-Käse gekocht in gewürztem Spinatpüree mit Kreuzkümmel und Sahne), Chana Masala (Kichererbsen in Tomaten-Zwiebel-Curry mit unglaublich aromatischem Nuss- und Gewürzreis. Dazu wurde typisch indisch Kräuterjoghurt gereicht. Außerdem fanden sich ein kleiner Salat mit Dressing, eine Semmel mit Butter und sauer-scharfen “Mango Pickles” auf dem Tablett.

Indisches Flugzeugessen
Indisches Flugzeugessen

Die Nachspeise war “Vermicelli Kheer”, dünne Glasnudeln in süßer, kardamom-zimtiger Milch. Besonders kurios: das Päckchen “Pearl Saunf”, eine “Fenchelzubereitung mit Zucker”, die, wenn man darauf herumkaut, als Atemerfrischer dient (auf Antwort des Sitznachbarn wird noch gewartet).


Mein Fazit zum Flugzeug-Menü: die Überraschung ist gelungen und das Essen war vorzüglich, sogar besser als in manchem deutschen indischen Restaurant!

Hätten Sie das von einer Flugzeug-Mahlzeit erwartet? Ich nicht!

Nur noch 5,5 Stunden bis Indien: die Vorfreude steigt!

Anna E.

Pünktlich zum Flughafen und doch zu spät

Zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, ist bei internationalen Flügen eine gute Maßnahme. Man kann einchecken, die Sicherheitskontrollen hinter sich lassen und hat meist auch noch für einen Einkauf im Duty Free Shop Zeit.

Doch was macht man am Flughafen, wenn aufgrund von technischen Problemen am Flugzeug aus zwei Stunden sieben Stunden werden? Unsere Schüler haben dies an ihrem Abreisetag nach Indien für sie getestet.

Das offensichtliche war: Essen, Trinken, Einkaufen. Doch auch dabei kommt nach einigen Stunden Langweile auf. Wie gut, dass es freies WLAN gibt, die Lehrer Spielkarten dabeihatten und auch der Snackroboter zur Rettung vorbeikam.

Spannend wird es aber erst nach dem Abflug, denn unseren Schülern steht durch die Verzögerung von mehr als vier Stunden einen Entschädigung zu. Die Höhe einer solchen Entschädigungszahlung richtet sich dabei neben der Verspätungslänge auch nach der Entfernung zum Reiseziel.

Genaueres zu den Entschädigungen bei Verspätungen kann man bei den Verbraucherzentralen nachlesen.