Wenn man morgens das Fenster öffnet kann man schon klar und deutlich den Klang Indiens vernehmen.
Hören Sie doch selber rein – aufgenommen am Badfenster, in einem Wohngebiet Delhis um 7:15 Uhr morgens, bzw. um 9:00 abends.

Johannes-Turmair-Gymnasium, Straubing – Lotus Valley International School, Noida
Wenn man morgens das Fenster öffnet kann man schon klar und deutlich den Klang Indiens vernehmen.
Hören Sie doch selber rein – aufgenommen am Badfenster, in einem Wohngebiet Delhis um 7:15 Uhr morgens, bzw. um 9:00 abends.
Wie betet man in Indien? Hare Krishna? Wahe Guru? Rezetiert man das Gaitry Mantra? Alles richtig. Doch probieren Sie es doch mal mit einem Vater unser oder einem Gegrüßet seist du Maria. Denn Indien ist auch Christlich.
Im Zusammenhang mit dem Projekt „Interfaith“, das das friedliche Zusammenleben der Religionen untersucht besuchten die Schüler des Johannes-Turmair-Gymnasiums auch die Kathedrale „Sacred Heart“ in Neu Delhi. Von Pater Francis wurden unsere Schüler und die indischen Gastschüler dann in die Lehre der Christlichen Religion und die Symbolik der unterschiedlichen Darstellungen in der Kirche eingeweiht.
Für die Straubinger eine ganz neue Erfahrung. Für uns Selbstverständliches, war für die indischen Schüler Neuland. Woran erkennt man Christus? Und was genau sind die wichtigsten Glaubensinhalte des Christentums.
Pater Francis gab sich größte Mühe, all die Fragen zu beantworten und auch einige unserer Schüler übernahmen die Aufgabe eines Fremdenführers. In gewohnter Umgebung einer katholischen Kirche wurden Kreuzweg, Beichtstühle und Weihwasser erklärt.
Auf unsere bewährte Abschlussfrage, welches Gebet denn seiner Meinung nach für alle Religionen geeignet wäre, antwortete der Priester: Die bitte danach, dass die Menschen sich ohne Bedingungen Lieben sollen, so wie es Christus uns aufgetragen hat. Mit diesem frommen Wunsch verabschiedeten wir uns und tauchten bei der Heimfahrt wieder ins multireligiöse Indien ein.
Kaum verlässt man am Parkplatz den Bus, ist man von Kindern und Männern umringt, die einem in jeder Sprache der Welt die „billigsten“ Souvenirs anpreisen. Kühlschrankmagnete, Holzelefanten, Taj Mahal Schneekugeln und natürlich Armbänder, Tücher, Fußkettchen und Hüte. Ein vollständiges Sortiment eines gut bestückten Souvenirladens.

Und der Preis? „Billiger geht es ja gar nicht mehr!“ Ein Stück für 100, drei Stück für 250 und wenn man doch nicht will, vielleicht fünf Stück für 300? Die Preise schwanken nach Lust und Laune der Käufer und wenn man sich auf einen Preis geeinigt hat, wird anstatt des Wechselgeldes noch ein Elefant in die Tüte gepackt.
Was soll man tun? Wer auf der Suche nach Souvenirs ist, wird man hier schnell fündig. Nach deutschen Maßstäben sind die Artikel erschwinglich, nach indischen Maßstäben überteuert.

Am Ende bleibt es also wieder jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass man hier schnell sein Mitbringsel für zu Hause bekommt. Fakt ist auch, dass man es in einem lokalen Straßenmarkt billiger bekommt, vor allem wenn das Wechselgeld nicht nachkontrolliert.
So, oder so. Seihen sie auf der Hut und feilschen Sie schön.
Schon vor Jahrhunderten gab es in Indien die unterschiedlichsten Religionen. Dass es deren Mitglieder geschafft haben, einigermaßen friedvoll miteinander zusammenzuleben, davon zeugt heute unter anderem die Architektur in Fatehpur Sikri.
Fathepur Sikri wurde 1571 vom Mogul-Herrscher Akbar errichtet, nachdem der dort lebende Sheikh Salem Chisthi die Geburt eines Erben richtig vorhergesagt hat. Die Untertanen seines Reiches gehörten den unterschiedlichen Religionen an. Auch seinen Frauen erlaubte er die freie Ausübung ihrer Religion und nahm als gläubiger Muslim sogar an Hindu-Ritualen teil, die sie im Palast durchführen durfte. Er lud Jesuiten in seinen Palast und versuchte seine Religion weiter zu entwickeln. Das friedvolle Zusammenleben spiegelt sich z. B. in einem zentralen Stützpfeiler der Audienzhalle wider.
Von unten nach oben entdeckt man torähnliche Strukturen und Kreuze, die an die römische Kirche erinnern, Symbole der Jain, verschlungene Verzierungen, in denen manche einen Buddhakopf erkennen oder weitere hinduistische und islamische Ornamente. Sie alle tragen zusammen den Thron Akbars. Ein schöneres Symbol für friedvolles Zusammenleben und ein treffenderes Motiv für unser Projekt über „Interfaith“, den gegenseitigen Respekt der Religionen lässt sich kaum finden.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei bayerische Schulklassen gleichzeitig in Indien aufhalten und sich auch noch treffen? Sehr groß, wenn sie beide Dank der PASCH-Initiative einen Schüleraustausch mit Indien durchführen können.
Sowohl das Johannes-Turmair-Gymnasium in Straubing, als auch das Gymnasium Fränkische Schweiz in Bamberg führen zur Zeit einen von der PASCH-Initiative geförderten Austausch mit ihren jeweiligen Partnerschulen in Indien durch. Da sich zwei für den Austausch verantwortlichen deutschen Lehrkräfte, Herr Pöschl und Herr Moll, persönlich kannten, wussten sie auch vom Zeitplan der jeweils anderen Schule. Und als dann noch am gleichen Tag, bei beiden Schulen der Besuch des Taj Mahals und des Agra Forts auf dem Terminplan standen, ergriff man die günstige Gelegenheit.
Während der Besichtigungen des Agra Forts arrangierte man spontan eine Begegnung der Austauschteilnehmer beiden Bayerischen Schulen, der Schüler der Lotusvalley International School (Noida) und der zweiten Partnerschule Delhi Public School Indirapuram (Ghaziabad).
Die Überraschung der Schüler und die Freude war riesig. Gleich tauschte man sich auf Schüler-, wie auf Lehrerebene, auf deutscher, wie auf indischer Seite aus und berichtete, wie es so ist, mit dem Austauschpartner zusammenzuleben. Eine glückliche Begegnung, wie sie schöner nicht sein kann.
Damit Sie unsere Blogartikel lesen können, setzen sich Schüler und Lehrer nach ihren Tagesausflügen an den Schreibtisch oder lümmeln sich in einen Sessel und tippen ihre Gedanken in Handy und Computer.

Doch wie entsteht aus unzählig wirren Tageseindrücken ein sinnvoller, zusammenhängender Blog-Artikel?
Um dies zu lernen und einzuüben führten die Mitarbeiter unserer Reiseorganisation (EdTerra) einen spontanen Workshop durch. Anhand von didaktisch aufgearbeiteten Materialien, Arbeitsblättern und Arbeitsaufträgen arbeiteten sich unsere Austauschschüler nach und nach an den perfekten Text heran. Dabei beantworteten Sie unter anderem folgende Fragen:
Wer ist der Adressat des Artikels?
Welche Sprachstil verwende ich für den Text?
Mit welchen Medien kann ich das Geschriebene am besten unterstützen?

Die Antworten wurden besprochen, diskutiert und in Entwürfe für zukünftige Artikel umgesetzt. Die fertigen Artikel werden bald auf der englischen Seite unseres Blogs zu finden sein.
von Maximilian S.
Der Verkehr in Indien unterscheidet sich stark von dem in Deutschland. Während Verkehrsregeln in Deutschland streng beachtet und durchgesetzt werden, sind diese in Indien eher als Richtlinien zu verstehen.
Chaotische Straßenverhältnisse, fehlende Fahrbahnmarkierungen und dichtes Gedränge gehören zum Alltag auf Indiens Straßen.
Hupen wird als Kommunikationsmittel genutzt, und Überholmanöver sind riskant, da teilweise nur ein Abstand von ein paar Zentimetern zwischen den Fahrzeugen herrscht. In Deutschland wird die Hupe nur als Warnsignal genutzt, in Indien hingegen ist sie mehr oder weniger mit dem Gaspedal gekoppelt.