Andere Länder, andere Sitten – Missverständnisse vermeiden

Schon oft war hier von den kleinen Missverständnissen die Rede, die bei einem Austausch auf beiden Seiten auftreten können. Doch wie bereitet man sich darauf vor und warum gibt es sie überhaupt?

Mathematisches Beispiel

Rechnet man 8 – 2, so ist das Ergebnis schnell ermittelt. Doch was ist, wenn plötzlich andere Regeln gelten. Aus plus ein geteilt wird und aus geteilt ein multipliziert mit? Versuchen sie doch mal die folgenden Aufgaben so schnell wie möglich zu rechnen. Verwenden Sie dazu die neuen Rechenregeln:

+ wird zu /, / zu *, * zu und wird zu +

8-2=
12+4=
4*3=
6/2=
12*2=
20+10=

Schwierig? Es klappt nach einiger Zeit ganz gut. Doch man muss ständig konzentriert bleiben und aufpassen, dass man nicht in alte Muster zurückfällt.

Neues Land neue Regeln

Kommt man in ein neues Land, so gelten ebenfalls neue Regeln. Doch anders als bei der obigen Aufgabe, muss man diese neuen Normen und Bestimmungen oft selber erst herausfinden und sie dann auch noch richtig anwenden.

Können Sie sich vorstellen, wie anstrengend es ist, stets überlegen zu müssen, wie man etwas gemäß den hiesigen Sitten und Gebräuchen ausdrückt?

Macht man nur einmal einen Fehler, so sind sie da, die kleinen Missverständnisse. 

Abhilfe schaffen

Doch was kann man dagegen tun. Zum einen Verständnis zeigen, wenn jemand gegen die Regeln verstößt. Zum anderen, sich in die Rolle des Gastes hineinversetzen und überlegen, was denn die eigentliche Absicht gewesen sein könnte.

Am Turmair-Gymnasium machen wir dazu während unseres interkulturellen Trainings Rollenspiele mit unterschiedlichen Szenarien. Die Schüler diskutieren kurze Anekdoten, in denen sich jemand anders verhält als erwartet. Zusammen mit dem Lehrer wird dann besprochen, was der eigentliche Grund für das Missverständnis sein könnte.

Warum bleibt der Gast ständig am Zimmer? Warum schmeckt ihm scheinbar das Essen nicht? Und zum Fußballtraining geht er auch nicht mit?

Lesen Sie sich auf dem Arbeitsblatt – Einmal anders rum gedacht einige unserer Szenarien durch. Sind sie realistisch? Gibt es ähnliche Erfahrungen bei Ihnen? Und wie haben Sie reagiert? Wir sind auf ihre Kommentare gespannt.

 

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