Tag 12 – Eine ganz normale Mathestunde an einem ganz normalen Tag

Mittwoch ging es für die Inder mit uns in den Unterricht. Im Gegensatz zu den 45 Minuten, die in Deutschland eine Schulstunde dauert, dauert in Indien eine Schulstunde 30 Minuten.

Aditi liebt es zu malen und zu zeichnen, so kann man sie auch in einer Dreiviertelstunde beschäftigen.

Zeichnung
Das macht ein Inder während einer Mathestunde 😉

Nachmittags gingen wir mit Regina und Khwaish an der Donau spazieren und aßen anschließend noch mit Nico und Aryan bei Meating zu Abend. Eine lustige und laute Runde.

So ging ein schöner Tag zu Ende.

-Erla

Tag 17 – Ein Abschied – aber nicht für lange

Gestern war unser letzter gemeinsamer Abend mit den Indern. Wir trafen uns zum Abendessen im indischen Restaurant Ganesha in Straubing, in dem Herr Pöschl Plätze für unsere Gäste und uns reserviert hatte.

Zu Ehren unserer Besucher kleideten wir uns in unsere Kurtas und Saris die wir als Gastgeschenk bekommen hatten. Das leckere Essen bestand aus einem Buffet mit frittiertem Gemüse, verschiedenen Dips und Brot als Vorspeise. Als Hautgerichte gab es Dal Makhani, vegetarisches Curry, Lammcurry und Butterchicken. Die Nachspeise war ein Honigbällchen, welches sehr süß geschmeckt hat. Für unsere Eltern gab es noch Chai Tee. Wir feierten bis spät abends und machten viele Abschiedsfotos.

Wieder Zuhause überreichte ich Dhruva als Abschiedsgeschenk ein Fotobuch zur Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit in Straubing. Ebenfalls schenkten wir ihm seine beim Aufenthalt in Deutschland lieb gewonnenen Süßigkeiten wie z.B. Gummibärchen, Salzbrezeln und Schokolade.

Heute früh war es dann leider soweit. Um 7:30 Uhr hieß es Abschiednehmen.
Wir waren alle sehr gerührt und es flossen einige Tränen, auch erhielten wir noch Abschiedskarten von unseren indischen Freunden.

Ich freue mich schon heute auf das baldige Wiedersehen im Oktober. Dhruva und ich werden auf jeden Fall bis dorthin per WhatsApp in Kontakt bleiben.

Tim B.

Tag 14 – Inder, i hol di mit’m Traktor ab

Freitag waren die Inder im Zoo und die Deutschen hatten regulären Unterricht. Nach der Schule sind Aditi, Aryan, Nico und ich essen gegangen und sind danach gleich zu Matthias gebracht worden. Bei ihm hat ein kleines „Fest“ stattgefunden, zu dem alle eingeladen waren.

Inder Traktor
Austauschteilnehmer auf dem Buldog

Als alle da waren sind wir gleich auf den Bulldog gestiegen und sind eine riesige Runde gefahren, in der wir so getan haben als ob wir uns im Wald verirrt hätten. Es war sehr amüsant die ratlosen Gesichter der Inder zu sehen. 😀 Danach sind wir wieder zurückgefahren und manche haben Fußball gespielt, andere sind auf dem Trampolin gesprungen und wieder andere saßen einfach nur da.

Später gab es dann Essen. Es war indisches Essen: Ein Brot was sich Naan nannte und eine Art Eintopf, die Dal hieß. Es war sehr lecker.

Buldog-Inder
Noch eine Runde auf dem Buldog

Bei Dunkelheit fuhren wir noch eine Runde mit dem Bulldog und schließlich wurden alle abgeholt. Ein sehr schöner Tag.

Nun steht das letzte Wochenende bevor. Eigentlich schon sehr schade wie schnell die Zeit doch vergangen ist.

Auf ein paar schöne letzte Tage!

-Erla

Tag 11 – Straubinger Stadthonig auf dem Weg nach Indien

Hobbyimker Klaus Wenninger öffnet behutsam den Schau-Bienenkasten des Johannes-Turmair-Gymnasiums. Hinter Glasscheiben tummeln sich unzählige Honigbienen. Mit Wachs verdeckelte Waben lassen auf eine reiche Honigernte schließen und auch die Königin war bereits fleißig, wie man an der ausladenden Bienenbrut erkennen kann.

Wenninger erklärt
Beim Erkären des Bienenstaats

In einiger Entfernung betrachten 10 indische Schüler argwöhnisch das Geschehen. Ihnen sind die fleißigen Insekten nicht ganz geheuer. Erst nach und nach nähern sie sich der Wabe, um zusammen mit Herrn Wenniger die Königin zu suchen.

„Ohne Imker gäbe es bald keine Bienen mehr“ erklärt der Lehrer den Schülern und zieht sich dabei seine Schutzhaube über. Inzwischen ist die internationale Schülergruppe zum eigentlichen Bienenhaus gewandert. An Hand der ausliegenden Utensilien werden typische Arbeitsschritte des Imkerns ebenso erklärt wie die Kosten, die bei diesem Hobby auf einen zukommen.

Straubinger Stadthonig
Hobbyimker Wenninger und die indische Lehrerin

Anschließend, um noch einmal zu verdeutlichen, wie viel Honig die Bienen dieses Jahr schon gesammelt haben, wird eine Honigwabe entnommen und ganz mutige Schüler können sich – die fliegenden Bienen immer noch kritisch beäugend – fotografieren lassen.

Die Lehrerin der Gruppe merkt an, dass es in Indien nicht so einfach ist, guten Honig zu bekommen. Auch wenn er teuer ist, entspricht er aufgrund der vielen Zusatzstoffe doch nicht ihren Vorstellungen eines Naturprodukts. Dieser Einwand kam Herrn Wenniger genau recht. Jeder Schüler bekam nämlich von ihm ein Glas seines Straubinger Stadthonigs überreicht, der erst vor kurzen geschleudert und zur Zeit immer noch gerührt wird. 

So landet demnächst ein Stück des Straubinger Sommers auf den Frühstückstischen Indiens. Ein besseres Mitbringsel kann man sich aber auch nicht wünschen.

Tag 11 – Ein Inder als Gastfeuerwehrmann bei der Feuerwehr Straubing

Dhruvan brachte mir als Gastgeschenk zwei Modelle indischer Feuerwehrfahrzeuge mit, da ich in meinem Lebenslauf die Feuerwehr als mein großes Hobby angegeben hatte. Ich war überrascht, dass er sich mit meinem Lebenslauf wirklich so intensiv auseinandergesetzt hat. Nun wollte ich Dhruvan mein Hobby natürlich auch praktisch näherbringen. Heute hatte ich die Gelegenheit dazu.

14tägig am Dienstag trifft sich die Jugendgruppe der Feuerwehr Straubing zur Ausbildung in der Hauptfeuerwache der Feuerwehr. Mein Vater fuhr uns heute dorthin. Zuerst wurde Dhruvan komplett mit der Originalbekleidung unserer Jugendgruppe ausgerüstet und schon konnte es losgehen.

Feuerwehrmann Dhruvan
Feuerwehrmann Dhruvan (rechts) in voller Montur

Zuerst zeigte ich Dhruvan unsere Feuerwache mit Schlauchturm, Fahrzeughalle, Atemschutzübungsstrecke und sonstigem. Natürlich durften auch die Fahrzeuge nicht zu kurz kommen von denen er sichtlich begeistert gewesen ist. Immer wieder sagte er, dass diese in Indien vollkommen anders aussehen.

Nachdem wir das hinter uns hatten ging es an die praktische Unterweisung. Derzeit befinden wir uns mitten in der Ausbildung zur Jugendleistungsprüfung. In dieser Prüfung werden uns bereits erste Grundtätigkeiten eines Feuerwehrmannes beigebracht und diese dann auch abgeprüft. Dhruvan schleuderte den Leinenbeutel in hohen Bogen ins Ziel, warf Schläuche aus und konnte schon nach kurzer Zeit bestimmte Knoten anwenden.

Nach ca. 1 ½ Stunden war die Ausbildung bereits zu Ende. Als Erinnerung an diesen Abend bekam er von meinem Vater ein originales Dienstshirt der Feuerwehr Straubing überreicht.

Auch wenn Dhruvan es nicht gleich zugibt glaube ich, dass in ihm doch ein Feuerwehrmann steckt.

Geschrieben von Tim B.

Tag 5 – Ein Besuch bei Krones

Am morgen des Mittwochs den 06.06 trafen wir uns wie jeden Tag vor dem Brunnen an unserer Schule und warteten wie gewohnt auf Herr Pöschl und seinen Kollegen Herr Dr. Schmelzer, der uns nach Regensburg begleitete. Geschlossen als Gruppe gingen wir zum Bus, welcher uns zu Krones fuhr.

Während der halbstündigen Busfahrt zu unserem Zielort wurde viel gelacht, geredet und Musik gehört. Diese gute Laune wurde den ganzen Ausflug lang beigehalten.

Bei Krones angekommen und nachdem wir mit Besuchermarken ausgestattet worden waren gingen wir in einen Besprechungsraum. Dort stellte sich unserer Führer , der selbst ein langjähriger Mitarbeiter bei Krones war und nun im Ruhestand ist, vor. Er erklärte uns erst einmal, was Krones herstellt, dann fuhr er fort mit Unternehmungsgeschichte, Anzahl von Mitarbeitern und Standorte der Werke und vielen weiteren interessanten Fakten über das Unternehmen.

Man konnte gut durch die Geschichte des Unternehmen entnehmen, dass diese zu unserem diesjährigen Motto „From Mittelstand to global Players“ passte. Nach dem Vortrag kamen wir zum interessanteren Teil, da wir das Werk und das Werksgelände besichtigten durften. Wir machten einen lange Führung durch verschiedenste Hallen in welchen viele Mitarbeiter an großen Befüllungsmaschinen arbeiteten welche, wie uns unser Gruppenführer mitteilte, in der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

Nach mehreren Kilometern zurückgelegter Strecke waren wir alle froh,als wir die Mensa erreichten und dort während dem Essen eine Pause machen konnten.

Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns und bedankten uns ausgiebig für die Führung. Dann ging es mit dem Bus nach Regensburg zu einer Stadtführung