Tag 14 – Inder, i hol di mit’m Traktor ab

Freitag waren die Inder im Zoo und die Deutschen hatten regulären Unterricht. Nach der Schule sind Aditi, Aryan, Nico und ich essen gegangen und sind danach gleich zu Matthias gebracht worden. Bei ihm hat ein kleines „Fest“ stattgefunden, zu dem alle eingeladen waren.

Inder Traktor
Austauschteilnehmer auf dem Buldog

Als alle da waren sind wir gleich auf den Bulldog gestiegen und sind eine riesige Runde gefahren, in der wir so getan haben als ob wir uns im Wald verirrt hätten. Es war sehr amüsant die ratlosen Gesichter der Inder zu sehen. 😀 Danach sind wir wieder zurückgefahren und manche haben Fußball gespielt, andere sind auf dem Trampolin gesprungen und wieder andere saßen einfach nur da.

Später gab es dann Essen. Es war indisches Essen: Ein Brot was sich Naan nannte und eine Art Eintopf, die Dal hieß. Es war sehr lecker.

Buldog-Inder
Noch eine Runde auf dem Buldog

Bei Dunkelheit fuhren wir noch eine Runde mit dem Bulldog und schließlich wurden alle abgeholt. Ein sehr schöner Tag.

Nun steht das letzte Wochenende bevor. Eigentlich schon sehr schade wie schnell die Zeit doch vergangen ist.

Auf ein paar schöne letzte Tage!

-Erla

Tag 11 – Straubinger Stadthonig auf dem Weg nach Indien

Hobbyimker Klaus Wenninger öffnet behutsam den Schau-Bienenkasten des Johannes-Turmair-Gymnasiums. Hinter Glasscheiben tummeln sich unzählige Honigbienen. Mit Wachs verdeckelte Waben lassen auf eine reiche Honigernte schließen und auch die Königin war bereits fleißig, wie man an der ausladenden Bienenbrut erkennen kann.

Wenninger erklärt
Beim Erkären des Bienenstaats

In einiger Entfernung betrachten 10 indische Schüler argwöhnisch das Geschehen. Ihnen sind die fleißigen Insekten nicht ganz geheuer. Erst nach und nach nähern sie sich der Wabe, um zusammen mit Herrn Wenniger die Königin zu suchen.

„Ohne Imker gäbe es bald keine Bienen mehr“ erklärt der Lehrer den Schülern und zieht sich dabei seine Schutzhaube über. Inzwischen ist die internationale Schülergruppe zum eigentlichen Bienenhaus gewandert. An Hand der ausliegenden Utensilien werden typische Arbeitsschritte des Imkerns ebenso erklärt wie die Kosten, die bei diesem Hobby auf einen zukommen.

Straubinger Stadthonig
Hobbyimker Wenninger und die indische Lehrerin

Anschließend, um noch einmal zu verdeutlichen, wie viel Honig die Bienen dieses Jahr schon gesammelt haben, wird eine Honigwabe entnommen und ganz mutige Schüler können sich – die fliegenden Bienen immer noch kritisch beäugend – fotografieren lassen.

Die Lehrerin der Gruppe merkt an, dass es in Indien nicht so einfach ist, guten Honig zu bekommen. Auch wenn er teuer ist, entspricht er aufgrund der vielen Zusatzstoffe doch nicht ihren Vorstellungen eines Naturprodukts. Dieser Einwand kam Herrn Wenniger genau recht. Jeder Schüler bekam nämlich von ihm ein Glas seines Straubinger Stadthonigs überreicht, der erst vor kurzen geschleudert und zur Zeit immer noch gerührt wird. 

So landet demnächst ein Stück des Straubinger Sommers auf den Frühstückstischen Indiens. Ein besseres Mitbringsel kann man sich aber auch nicht wünschen.

Tag 11 – Ein Inder als Gastfeuerwehrmann bei der Feuerwehr Straubing

Dhruvan brachte mir als Gastgeschenk zwei Modelle indischer Feuerwehrfahrzeuge mit, da ich in meinem Lebenslauf die Feuerwehr als mein großes Hobby angegeben hatte. Ich war überrascht, dass er sich mit meinem Lebenslauf wirklich so intensiv auseinandergesetzt hat. Nun wollte ich Dhruvan mein Hobby natürlich auch praktisch näherbringen. Heute hatte ich die Gelegenheit dazu.

14tägig am Dienstag trifft sich die Jugendgruppe der Feuerwehr Straubing zur Ausbildung in der Hauptfeuerwache der Feuerwehr. Mein Vater fuhr uns heute dorthin. Zuerst wurde Dhruvan komplett mit der Originalbekleidung unserer Jugendgruppe ausgerüstet und schon konnte es losgehen.

Feuerwehrmann Dhruvan
Feuerwehrmann Dhruvan (rechts) in voller Montur

Zuerst zeigte ich Dhruvan unsere Feuerwache mit Schlauchturm, Fahrzeughalle, Atemschutzübungsstrecke und sonstigem. Natürlich durften auch die Fahrzeuge nicht zu kurz kommen von denen er sichtlich begeistert gewesen ist. Immer wieder sagte er, dass diese in Indien vollkommen anders aussehen.

Nachdem wir das hinter uns hatten ging es an die praktische Unterweisung. Derzeit befinden wir uns mitten in der Ausbildung zur Jugendleistungsprüfung. In dieser Prüfung werden uns bereits erste Grundtätigkeiten eines Feuerwehrmannes beigebracht und diese dann auch abgeprüft. Dhruvan schleuderte den Leinenbeutel in hohen Bogen ins Ziel, warf Schläuche aus und konnte schon nach kurzer Zeit bestimmte Knoten anwenden.

Nach ca. 1 ½ Stunden war die Ausbildung bereits zu Ende. Als Erinnerung an diesen Abend bekam er von meinem Vater ein originales Dienstshirt der Feuerwehr Straubing überreicht.

Auch wenn Dhruvan es nicht gleich zugibt glaube ich, dass in ihm doch ein Feuerwehrmann steckt.

Geschrieben von Tim B.

Tag 5 – Ein Besuch bei Krones

Am morgen des Mittwochs den 06.06 trafen wir uns wie jeden Tag vor dem Brunnen an unserer Schule und warteten wie gewohnt auf Herr Pöschl und seinen Kollegen Herr Dr. Schmelzer, der uns nach Regensburg begleitete. Geschlossen als Gruppe gingen wir zum Bus, welcher uns zu Krones fuhr.

Während der halbstündigen Busfahrt zu unserem Zielort wurde viel gelacht, geredet und Musik gehört. Diese gute Laune wurde den ganzen Ausflug lang beigehalten.

Bei Krones angekommen und nachdem wir mit Besuchermarken ausgestattet worden waren gingen wir in einen Besprechungsraum. Dort stellte sich unserer Führer , der selbst ein langjähriger Mitarbeiter bei Krones war und nun im Ruhestand ist, vor. Er erklärte uns erst einmal, was Krones herstellt, dann fuhr er fort mit Unternehmungsgeschichte, Anzahl von Mitarbeitern und Standorte der Werke und vielen weiteren interessanten Fakten über das Unternehmen.

Man konnte gut durch die Geschichte des Unternehmen entnehmen, dass diese zu unserem diesjährigen Motto „From Mittelstand to global Players“ passte. Nach dem Vortrag kamen wir zum interessanteren Teil, da wir das Werk und das Werksgelände besichtigten durften. Wir machten einen lange Führung durch verschiedenste Hallen in welchen viele Mitarbeiter an großen Befüllungsmaschinen arbeiteten welche, wie uns unser Gruppenführer mitteilte, in der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

Nach mehreren Kilometern zurückgelegter Strecke waren wir alle froh,als wir die Mensa erreichten und dort während dem Essen eine Pause machen konnten.

Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns und bedankten uns ausgiebig für die Führung. Dann ging es mit dem Bus nach Regensburg zu einer Stadtführung

Tag 5 – Die deutsch-indische Gruppe besucht Krones

Am Mittwoch, den 06. Juni 2018 besuchten wir unter der Leitung von Herrn Schmelzer und der indischen Lehrerin die Firma Krones in Neutraubling.

Zuerst erhielten wird Besucherkarten am Empfangstresen im Bürogebäude. Anschließend besichtigten wir die Kantine, die während des ganzen Tages für die Angestellten geöffnet ist. Dort können die Mitarbeiter täglich zwischen vier Hauptgerichten wählen.

Daraufhin wurde uns in einem Vortrag die Firma näher vorgestellt. Hauptsächlich stellt sie Maschinen für die Produktion von Flaschen her. So ist jede vierte Flasche für Bier, Malzgetränke, Softdrinks, Saft oder Wasser bereits durch eine Maschine aus dem Krones-Betrieb gegangen.

Für eine Flasche wird ein Rohling aus Plastik oder Glas gebraucht. Dieser besitzt oben einen Schraubverschluss und unten einen Block. Der Rohling wird in eine Form gepresst. Gleichzeitig wird er erhitzt und von oben mit Luft befüllt. Nun muss die neue Flasche nur noch trocknen. „Tag 5 – Die deutsch-indische Gruppe besucht Krones“ weiterlesen

Tag 6 – Die Inder in Franken

Neben der Projektarbeit, bei der die Unternehmenskultur in Deutschland von unseren indischen Austauschschülern analysiert wird, sollen unsere Gäste ja auch unsere Kultur kennen lernen und ein wenig über die Geschichte Deutschlands lernen.

Kurzausflüge in die Straubinger Kirchen, zum Weltkulturerbe der Regensburger Innenstatt oder eben auch nach Nürnberg sollen das ermöglichen. Mit dem Zug ging es daher am Donnerstag von Straubing in die fränkische Kaiserstadt.

Mittelalterlich begann die Führung durch die Innenstadt im Waffenhof neben dem Frauentor. An Hand der altertümlichen Bauten in Mitten der Wallanlagen konnte man sich gut in die damalige Zeit zurückversetzen und die mittelalterliche Stadtbefestigung bewundern.

Zu Fuß ging der Weg über das Denkmal für die Vertriebenen zur Straße der Menschenrechte. Dort wurde den Schülern die weniger rühmliche Geschichte Nürnbergs erläutert. Reichsparteitage und Nationalismus wurden besprochen und dem Denkmal für die unveräußerlichen Rechte eines jeden Menschen gegenübergestellt.
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