Wenn man näher an den Tempel hinkommt sieht es ähnlich aus wie das Opera Haus in Sydney. Man muss bevor man den Tempel betritt seine Schuhe ausziehen und den Weg entlang zum Eingang barfuß gehen. Wir standen insgesamt länger in der Schlange an als wir im Tempel drinnen waren weil wir nach 2 Minuten wieder raus mussten, aber es war trotzdem ein sehr schönes Gebäude.
Von innen durfte man keine Fotos machen und von außen auch erst am Ausgang, aber es lohnt sich auf jeden fall den Lotustempel zu besuchen.
Am 31. Oktober bzw. am 1. November findet dieses Jahr das Fest Diwali statt. Das Datum wird in Indien kontrovers diskutiert, da aufgrund der Mondphasen der eigentliche Zeitpunkt beide Daten zulässt. Nun hat der Ram-Tempel Ayodhya Ram Mandir ein Machtwort gesprochen und den Termin auf den 1. November festgelegt.
Aber die Verwandten wurden bereits eingeladen! Essen eingekauft, und die Termine mit der Familie abgestimmt! So finden die meistern Feiern trotzdem am 31. Oktober statt. Unsere Austauschschüler dürfen natürlich in den Familien mitfeiern.
Der Lotus Tempel in Delhi steht als Tempel der Bahai den Menschen jeglicher Religion offen, da die Bahai davon ausgehen, dass es nur einen Gott gibt und Jesus, Abraham, Mohamed nur Boten dieses Gottes sind.
Der Tempel ist eine architektonische Meisterleistung. In Form einer sich öffnenden Lotusblüte gebaut steht der Marmorbau stolz und leicht erhöht inmitten eines weitläufigen Parks.
Die Gottheiten Ram, Sita kommen zusammen mit Lakshman und Hanuman aus dem Exil zurück. Die Straßen sind mit Lichtern gesäumt um den König mit seinem Gefolge Willkommen zu heißen. Diese Rückkehr ist eine der Gründe, weshalb Diwali gefeiert wird.
Aber auch Lakshmi, der Göttin des Wohlstands, Ganesh, der Hindernisse beseitigt und weiteren Gottheiten wird je nach Region gedacht.
Die Häuser werden herausgeputzt und mit Blumen und farbigen Mustern geschmückt. Unsere Austauschschüler beteiligen sich dabei natürlich an der Dekoration.
In Indien gibt es zwei Preissysteme. Entweder es gilt Fixed Price. Dann stehen Preise auf den Artikeln und man bezahlt nicht mehr und weniger als den ausgezeichneten Wert. Oder man zahlt den Preis, auf den man sich mit dem Händler einigen kann.
Ersteres gilt z. B. bei den Markenläden, Supermärkten. Auch bei vielen Souvenierhändlern findet man ein entsprechendes Hinweisschild und manchmal lohnt es sich, einfach mal nachzufragen.
Hier kann gehandelt werden. Versuchen Sie es doch!
Wenn sich eine junge Fremdsprachen-Lehrkraft entscheidet, eine Schulgruppe auf einen Indienaustausch zu begleiten, möchte sie sich selbstredend bestmöglich darauf vorbereiten. Sie leiht zum Beispiel “Hinduismus for Dummies” in der örtlichen Stadtbibliothek, besorgt sich bei der Apotheke ihres Vertrauens eine umfassende Reiseapotheke und lädt eine Sprachlern-App, um sich einige wichtige Begriffe auf Hindi beizubringen. Hindi ist nämlich neben Englisch Amtssprache in Indien und die Alltagssprache vieler.
Finde die zugehörige Silbe
Die Desillusionierung folgt kurz auf den Download: anstatt mit einschlägigem Reisevokabular beginnt der Selbstlernkurs der App mit den Lauten und Buchstaben der Devanagari-Schrift, in der Hindi geschrieben wird (s. Aufgabe auf Foto). Schnell ist klar: dieses Ziel war wohl zu hoch gesteckt. Stattdessen teilt der Indien-erfahrene Kollege sein Wissen:
„Schamor“ und „Sachor“, Behüte! und Gedenke!, das sind die Namen der beiden Sabbatkerzen, die in der jüdischen Tradition 18 Minuten vor Sonnenuntergang zu Beginn des Sabbats angezündet werden müssen.
Als die Johannes-Turmair-Schüler heute in Delhis einziger Synagoge zu Besuch waren, erklärte der Leiter der Synagoge Ezekiel Isaac Malekar die Geschichte des Judentums in Indien und fasste die religiösen Inhalte mit den Worten Rabbi Hillels zusammen: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht an!“ Dies zu erklären war notwendig, da in ganz Indien nur ca. 4400 Juden leben und die Religion nur wenigen Indern vertraut ist.
Um so mehr machte es dem Herrn Malekar Spaß, die Symbolik und die Sprache der Juden zu erklären. „Rabbi Wolfgang Pöschl“ ergänzte diese Ausführungen noch um die Bedeutung der Sabbatkerzen, während er dem Leiter der Synagoge zwei Turmair-Kerzen als Geschenk überreichte.
Auch diese Station der Projektarbeit zeigte die große Gemeinsamkeit der verschiedenen Religionen auf. Alle fordern von ihren Gläubigen eine vor der dienenden Nächstenliebe, und Friedfertigkeit.
Unser Segen in der Synagoge
Als Gebet, das mehrere Religionen mit Einschließt sprach er noch einen Segen über die Austauschteilnehmer