Namaste to all of you

Hastig laufen noch die Bediensteten der Schule durch die Gänge, als die vom Flug übermüdeten Turmair-Schüler in der Cafeteria der Lotus Valley International School eintrudel. Begleitet werden sie dabei von ihren indischen Partnern und den Gasteltern, die auch gleich auf den vorbereiteten Sitzen Platz nehmen.
Moderiert von zwei ehemaligen Austauschschülern nimmt dann die Begrüßungszeremonie ihren Lauf: Danksagungen an die Eltern, die Schüler und der Aufruf, doch bitte nach und nach aufzustehen und nach vorne zu kommen.

Dort wurden unsere Schüler mit einem Tika gesegnet. Man merkte den Gastschülern an, dass sie diesen Segen bisher eher empfangen als gegeben haben. Fast schüchtern nahmen sie mit dem Ringfinger etwas Farbe auf und drückten sie auf die Stirn ihres Partners. Danach wurde dies mit ein bis zwei Reiskörnern wiederholt. Eine umgehängte Blumengirlande sollte die Besonderheit des Moments noch unterstreichen. Man merkte beiden Schülern stets an, dass sie einerseits stolz waren, andererseits froh, dass die Zeremonie vorüber war.

Im nächsten Programmpunkt wurde von der Direktorin Dr. Ruchi Seth auf die Bedeutung des Austauschs in der heutigen Welt hingewiesen.

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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Wird man als Gast eingeladen, so bringt man ein Geschenk mit. Doch worüber freut sich ein Indischer Austauschschüler und seine Familie? Und was davon kann man gut und gefahrlos im Flugzeug mitnehmen, ohne das Gepäckgewicht zu überschreiten.

Nach wie vor ist es das beste, wenn das Geschenk Anlass für ein Gespräch bietet. Was ist das? Was bedeutet das? Was ist da drin und kann man das wirklich essen? sind doch hervorragende Eisbrecher wenn man das erste mal gemeinsam mit seinen Gastgebern am Tisch sitzt.

Der gepackte Koffer eines unserer Schüler – wer findet die Gastgeschenke?

So reicht auch die Gastgeschenke-Bandbreite unserer Schüler vom Fanschal und der Fankleidung des örtlichen Eishockey- oder Fußballvereins, über Bildbände zu Straubing,  einer Flasche Volksfestbier vom Straubinger Gäubodenvolksfest, bis hin zu bayerisch-österreichischen Spezialitäten: Lebkuchen aus Nürnberg und Salzburger Mozartkugeln Eine Schneekugel von Neuschwanstein darf ebenso wenig fehlen Gummibärchen und Schokolade.

Ganz raffiniert ist es auch, gar nichts mitzunehmen und dann vor Ort das Geschenk mit heimischen Produkten zu zaubern: z. B. Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen. Milch, Ei und Mehl gibt es in jeder Küche. Aber vorsicht: In fast keiner nordinischen Küche gibt es einen Backofen. Mikrowelle und Gasherd sind dagegen überall vorhanden.

Jetzt sind alle ehemaligen Indienfahrer gefragt: Schreibt in die Kommentare, was man sonst noch mitnehmen kann, oder welche Geschenke der indische Gast aus Indien mitgebracht hat.

See you on Tuesday, bro

Schon bevor sich unsere Austauschschüler persönlich am Flughafen in Neu Delhi treffen, beginnt bereits das digitale Abenteuer auf dem Smartphone. Egal ob WhatsApp, Instagram oder Snapchat – das Handy wird zur Brücke zwischen den Kulturen und dient als Mittel zum ersten Beschnuppern.

Der Erstkontakt

„Heyy Valentin, I’m Vir, your echange partner“. Mit so simplen Nachrichten beginnen evtl. Freundschaften. Schnell checkt man, ob die neue Bekanntschaft auch wirklich Vegetarier ist, ob er/sie Hunde mag, oder ob man nicht gleich zum Austausch per Video wechseln sollte. Computerspiele, Geschichten über Schule und Familie und immer wieder Fragen über das Essen in Indien beherrschen das nachfolgende Gespräch.

See you on Tuesday, bro

Noch spannender als diese Wortwechsel ist jedoch die echte Begegnung. Ob das alles stimmt, was geschrieben wurde?

Was würdet ihr neben Essen, Unterkunfts- und Familiensituation fragen? Schreibt doch eure Vorschläge in den Kommentar!

Vom gebrauchten T-Shirt zur Austausch-Uniform

Das Motto des diesjährigen Deutsch-Indischen Austauschprojekts heißt “Sustaining Futures“. Gemeinsam mit unseren indischen Partnern analysieren wir in den nächsten zwei Wochen die Herangehensweise der unterschiedlichen Kulturen, sich an eine nachhaltige Zukunft heranzutasten.

Doch nur darüber zu debattieren ist uns nicht genug. Wir wollen nachhaltig handeln! Kurzerhand wurden gebrauchte T-Shirts gesammelt und mit noch im Kunstsaal vorrätiger Sprühfarbe verziert. Vielen Dank dabei an unser Turmair-3D-Druckteam, das die passenden Schablonen für unser Stadtturm-Lotusblüten-Design gedruckt hat.

Am ersten Schultag in Indien werden wir mit diesen Shirts in die Lotus Valley International School einziehen. Wir hoffen, dass wir nachhaltigen Eindruck schinden werden.

Vier Monate nach dem Austausch

geschrieben von Johannes G.

Seit nunmehr fast vier Monaten haben wir unsere Austauschpartner zuletzt persönlich getroffen. Der Kontakt besteht derzeit nur noch in begrenztem Umfang, beispielsweise über das Liken von Instagram-Stories, das Versenden von Roundsnaps oder gelegentliche Telefongespräche. Dennoch erreichen uns weiterhin interessante Nachrichten, wie etwa die Geschichte eines Austauschpartners, der Frau Maag in Schottland begegnete und ein gemeinsames Foto mit ihr machte.

Der nächste Austausch steht bereits bevor. Obwohl eine erneute Teilnahme für ehemalige Teilnehmer nicht vorgesehen ist, besteht bei einigen die Bereitschaft, erneut mitzuwirken.

Indische (Schul-)Kultur
Indische (Schul-)Kultur

Die Erfahrung in Indien war in vielerlei Hinsicht bereichernd: Der Aufbau neuer Freundschaften und die Möglichkeit, eine fremde Kultur aus nächster Nähe kennenzulernen, sind besonders hervorzuheben. Im Vergleich zu einem Austausch in die USA, bei dem die kulturellen Unterschiede geringer sind, zeichnet sich Indien durch deutlich abweichende Sitten, Traditionen und religiöse Praktiken aus. Selbst alltägliche Situationen, wie der Toilettengang, stellten eine ungewohnte Erfahrung dar, und auch die vielfältigen neuen Geschmackserlebnisse trugen zur Besonderheit der Reise bei.

Cool Culture
(Eis-)Kultur erleben


Besonders interessant war zudem, die Reaktionen der indischen Gastgeber auf die deutsche Kultur zu beobachten. Es zeigte sich, dass für sie manche Aspekte, die wir als selbstverständlich ansehen, völlig neu und überraschend sind.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Austausch eine wertvolle Erfahrung darstellt, die auf einer herkömmlichen touristischen Reise nicht möglich wäre, da der direkte Einblick in den Alltag der Familien einen einzigartigen Zugang zur Kultur ermöglicht.

Wenn die KI schnurrt und dir die Pfote reicht

Unser Projektmotto „Progress of Progress – From Stone Axe to AI“ führte uns nach Nürnberg – eine Stadt, die nicht nur für ihre Geschichte, sondern auch für ihre technologische Pionierrolle weltbekannt ist. Hier fuhr Deutschlands erste Eisenbahn, hier wurde die Taschenuhr entwickelt und zum ersten Mal die Weltkarte als Globus verkauft.

Doch wie könnte technischer Fortschritt in Zukunft aussehen? Antworten darauf sucht und zeigt „Das Zukunftsmuseum“, eine Zweigstelle des Deutschen Museums München. Hier, mitten in der Altstadt, wurden unsere 15 indischen und 15 deutschen Austauschschüler von den Museumspädagogen empfangen – und direkt „an die Hand genommen“, ganz im Sinne des gleichnamigen Workshops.

Wo stehen wir heute mit unserer Technik? Welche ethischen Fragen ergeben sich daraus? Und vor allem: Wie wollen wir künftig mit Künstlichen Intelligenzen zusammenleben?

Eindrucksvoll wurde den Teilnehmern die Bedeutung dieser Fragen bewusst, als sich verschiedene computergesteuerte Roboterhunde vor ihnen aufbauten, Männchen machten – oder brav die Pfote gaben. Ein Raunen ging durch die Gruppe, als einer der Hunde zu Demonstrationszwecken leicht getreten wurde, um sein Gleichgewicht zu testen. Wie menschlich darf – oder soll – man mit einem Roboter umgehen?

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