Vier Monate nach dem Austausch

geschrieben von Johannes G.

Seit nunmehr fast vier Monaten haben wir unsere Austauschpartner zuletzt persönlich getroffen. Der Kontakt besteht derzeit nur noch in begrenztem Umfang, beispielsweise über das Liken von Instagram-Stories, das Versenden von Roundsnaps oder gelegentliche Telefongespräche. Dennoch erreichen uns weiterhin interessante Nachrichten, wie etwa die Geschichte eines Austauschpartners, der Frau Maag in Schottland begegnete und ein gemeinsames Foto mit ihr machte.

Der nächste Austausch steht bereits bevor. Obwohl eine erneute Teilnahme für ehemalige Teilnehmer nicht vorgesehen ist, besteht bei einigen die Bereitschaft, erneut mitzuwirken.

Indische (Schul-)Kultur
Indische (Schul-)Kultur

Die Erfahrung in Indien war in vielerlei Hinsicht bereichernd: Der Aufbau neuer Freundschaften und die Möglichkeit, eine fremde Kultur aus nächster Nähe kennenzulernen, sind besonders hervorzuheben. Im Vergleich zu einem Austausch in die USA, bei dem die kulturellen Unterschiede geringer sind, zeichnet sich Indien durch deutlich abweichende Sitten, Traditionen und religiöse Praktiken aus. Selbst alltägliche Situationen, wie der Toilettengang, stellten eine ungewohnte Erfahrung dar, und auch die vielfältigen neuen Geschmackserlebnisse trugen zur Besonderheit der Reise bei.

Cool Culture
(Eis-)Kultur erleben


Besonders interessant war zudem, die Reaktionen der indischen Gastgeber auf die deutsche Kultur zu beobachten. Es zeigte sich, dass für sie manche Aspekte, die wir als selbstverständlich ansehen, völlig neu und überraschend sind.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Austausch eine wertvolle Erfahrung darstellt, die auf einer herkömmlichen touristischen Reise nicht möglich wäre, da der direkte Einblick in den Alltag der Familien einen einzigartigen Zugang zur Kultur ermöglicht.

Wenn die KI schnurrt und dir die Pfote reicht

Unser Projektmotto „Progress of Progress – From Stone Axe to AI“ führte uns nach Nürnberg – eine Stadt, die nicht nur für ihre Geschichte, sondern auch für ihre technologische Pionierrolle weltbekannt ist. Hier fuhr Deutschlands erste Eisenbahn, hier wurde die Taschenuhr entwickelt und zum ersten Mal die Weltkarte als Globus verkauft.

Doch wie könnte technischer Fortschritt in Zukunft aussehen? Antworten darauf sucht und zeigt „Das Zukunftsmuseum“, eine Zweigstelle des Deutschen Museums München. Hier, mitten in der Altstadt, wurden unsere 15 indischen und 15 deutschen Austauschschüler von den Museumspädagogen empfangen – und direkt „an die Hand genommen“, ganz im Sinne des gleichnamigen Workshops.

Wo stehen wir heute mit unserer Technik? Welche ethischen Fragen ergeben sich daraus? Und vor allem: Wie wollen wir künftig mit Künstlichen Intelligenzen zusammenleben?

Eindrucksvoll wurde den Teilnehmern die Bedeutung dieser Fragen bewusst, als sich verschiedene computergesteuerte Roboterhunde vor ihnen aufbauten, Männchen machten – oder brav die Pfote gaben. Ein Raunen ging durch die Gruppe, als einer der Hunde zu Demonstrationszwecken leicht getreten wurde, um sein Gleichgewicht zu testen. Wie menschlich darf – oder soll – man mit einem Roboter umgehen?

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Unser Abenteuer über den Bäumen – Ein Ausflug zum Waldwipfelweg

geschrieben von Johannes S. , verändert durch KI (vgl. Prompt unten)

Hoch hinaus – das war unser Ziel an diesem Samstag. Nicht im übertragenen Sinn, sondern ganz wortwörtlich. Gemeinsam mit unseren Austauschpartnern aus Indien machten wir uns auf den Weg zum Waldwipfelweg, einer der bekanntesten Baumwipfelpfade in Bayern. Was uns dort erwartete, war weit mehr als ein Spaziergang durch die Natur.

Schon der erste Abschnitt, ein schmaler Steg aus Gitterplatten, sorgte für Nervenkitzel. Unter unseren Füßen – nichts als Luft und Baumkronen. Wer vorher noch gelacht hatte, wurde plötzlich ganz still. Hier oben spürt man, wie klein man ist – und wie groß der Wald unter einem wirkt.

Aussicht am Waldwipfelweg

Mit jedem Schritt stieg der Pfad weiter an, bis wir schließlich die erste Plattform auf etwa 20 Metern Höhe erreichten. Der Blick reichte weit über Hügel, Felder und Wälder – ein Panorama, das fast schon kitschig schön war. Doch der eigentliche Höhepunkt wartete noch.

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Ein bayerischer Abend mit indischem Flair

Am Montag verwandelte sich die Aula des Johannes-Tumair-Gymnasiums in eine indisch-bayerische Tanz- und Gastwirtschaft. Sämtliche am Austausch beteiligten Schüler, Lehrer und Eltern trafen sich, größtenteils in ihrer jeweiligen Landestracht, und feierten den langersehnten Beginn unseres Deutsch-Indischen Austauschs.

Neben den obligatorischen Reden der verantwortlichen Lehrkräfte präsentierten beide Schülergruppen jeweils eigene Tänze. Und während sich die bayerischen Schüler an traditionellen Volkstänzen abmühten, wehte ein Hauch von Bollywood durch die Hallen des JTG, als die indischen Schüler ihre Tänze vorführten.

Siebenschritt – ein Volkstanz / Siebenschritt – a German folk dance

Doch auch die Eltern mussten das Tanzbein schwingen und so stieg die Stimmung zunehmend an, bis am Ende ein Großteil der Teilnehmer zu unterschiedlichsten Liedern die verschiedenen Tanzschritte ausprobierten, die sie sich zuvor von den Auftritten abgeschaut hatten.

Bollywood in Straubing

Wieder einmal eine erfolgreiche Veranstaltung für unser Austauschprojekt, nicht nur aufgrund der vielen Spezialitäten, die die Eltern mitbrachten und die zwischendurch genüsslich verzehrt wurden.

Bayerische Wochenend-Impressionen

Es ist kalt und regnerisch – aber das hält einen Deutschen nicht davon ab, nach draußen zu gehen. “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung!”

Und getreu diesem Motto machten unsere deutschen Gastfamilien das Beste aus dem Tag und unternahmen mit ihren indischen Gästen verschiedenste Ausflüge: hinauf auf einen Berggipfel, in den Bayerischen Wald, ins Bowlingcenter und mehr.

Genießen Sie einen Einblick in das erste Austauschwochenende in Deutschland!

Above the trees of the bavarian Forest

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Fahnenweihen in Bayern

geschrieben von Bernadette M.

In Deutschland und vor allem in Bayern gibt es viele verschiedene Arten von Festen. Neben den großen Festen wie dem Oktoberfest in München gibt es auch in den kleinen Dörfern immer wieder was zu feiern. Viele Vereine, zum Beispiel Feuerwehren oder Burschenvereine, veranstalten Jubiläumsfeste, welche man in Bayern „Fahnenweihe“ nennt.

Fahnenparade in einem Festzelt

Bei diesem Fest bekommt der Verein eine neue Fahne, welche in einer kirchlichen Zeremonie gesegnet und offiziell eingeführt wird – daher kommt auch der Name Fahnenweihe. Die Feier findet an einem Wochenende in der Regel zwischen April und Juli, meist über 3–4 Tage, statt.

Im Bierzelt / In the festival’s tent

Um das Jubiläum angemessen zu feiern, trägt man traditionelle bayerische Tracht.

Traditional Bavarian “Tracht”

Außerdem wird ein Bierzelt aufgestellt. Dort gibt es bayerisches Essen, Getränke und jeden Tag Livemusik, meist von einer regionalen bayerischen Band. Man ist definitiv im Vorteil, wenn man sich mit einigen dieser Lieder im Vorfeld vertraut macht. Dazu kann man sich beispielsweise eine von anderen Fahnenweihen-Gehern erstellte Volksfest-Playlist anhören.

Um zu dieser Musik zu tanzen, stellen sich die Besucher auf die Bierbänke, was nach längerer Zeit ziemlich anstrengend werden kann. Zur Abwechslung befinden sich außerhalb des Bierzeltes kleinere Essensstände und Attraktionen wie eine Schiffschaukel.

Im Gegensatz zum Oktoberfest finden Fahnenweihen nicht jährlich im gleichen Dorf, sondern immer in unterschiedlichen statt je nachdem, welcher Verein in welchem Dorf gerade ein Jubiläum zu feiern hat.

Alles in allem kann man sich eine Fahnenweihe wie eine sehr viel kleinere Version des Oktoberfests vorstellen, mit starkem lokalem Bezug