Schmetterlinge im Nirgendwo

Turmair-Schüler im indischen Biotop
Turmair-Schüler im indischen Biotop

Delhi ist eine Grüne Stadt. Bäume säumen jede Straße, Sträucher und Blumen verzieren die vielen Grünflächen, die zwischen den Wohnsiedlungen liegen. Auch gibt es eine große Anzahl an Parks. Und dennoch: Der ständige Staub der Stadt lässt die Pflanzen grau wirken; die Hitze, die im Sommer ca. 50 °C beträgt lässt zusätzlich nur die großen Sträucher und Bäume überleben.

Knapp außerhalb der Stadt gibt es jedoch ein privat betriebenes Biodiversitätsprojekt, das wir heute besuchen durften. Gesammeltes Regenwasser wird dort fein vernebelt über eine Vielzahl von Pflanzen versprüht, Tröpfchenbewässerung sorgt für weitere Feuchtigkeit. Schmetterlinge tummeln sich dort ebenso, wie zahlreiche Käfer und Raupen.

„Wir haben das ganze aus Liebe zu den Schmetterlingen begonnen“, erzählte uns einer der Besitzer. „In Delhi sind sie fast ausgestorben, da die große Hitze die ganzen Blumen verdorren lässt.“ Stolz berichtet er, dass die Anlage vollständig autark sei. Solarstrom betreibt die Pumpen, die Grundwasser in die zahlreichen Kanäle und Schläuche pumpen. „Das Wasser geht aber nicht verloren, es versickert wieder und kann erneut hochgepumpt werden“. Regenwasserauffangbecken vervollständigen das System.

Zusätzlich gibt es Windbarrieren aus Bambus, einen nach dem System von Akira Myawaki angelegten Tiny Forest und vor allem viel Grün.

Die Turmair-Austauschschüler und ihre Partner durften auch hier weitere Pflanzen anbauen, damit das Projekt noch größer wird und noch weitere Besucher anlockt, die über Biodiversität und nachhaltigen Pflanzenschutz etwas lernen wollen.

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