Die tanzen ja wirklich

Höhepunkt eines jeden Bollywood Films sind die ausgeprägten Tanzeinlagen, wo Männer und Frauen gegeneinander Antanzen. Zu mitreißenden Rhythmen werden tanzend Geschichten von verflossenen Liebschaften erzählt oder einfach nur der Alltag in der Familie beschrieben. Der Inhalt ist eigentlich unwichtig. Hauptsache, es wird getanzt.

Und da der Tanz in Indien einen so hohen Stellenwert hat, übt unsere kleine Austauschgruppe auch jedes Mal einen neuen deutschen Volkstanz ein, um ihn der indischen Schülerschar zu demonstrieren. Doch die Kinder sind stets skeptisch. Muss das wirklich sein? Übertreiben die Lehrer da nicht? Die indischen Gastschüler werden doch nicht wirklich bei jeder Gelegenheit zu tanzen anfangen.

Doch, das tun sie wirklich. Und während wir gestern die Eltern begrüßten, schlichen sich zwei Schülerinnen auf die Bühne und führten in vollem traditionellem Kostüm einen Volkstanz auf. Gleich darauf folgte ein Bollywood Medley zu dem sämtliche indischen Schülerinnen (es wurden auch ein paar Eltern gesichtet) tanzten wurde. Und auch die männlichen Teilnehmer stürmten die Bühne, um zu beweisen, dass auch sie zu jedweder Musik die Hüften schwingen können.

Die indischen Schüler beim Potluck-Tanz

Da blieb unseren Turmair-Schülern gar keine andere Wahl mehr. Schlussendlich mussten auch Sie auf die Bühne und führten ihre ganz eigene Interpretation des Niederbayerischen Landlers auf.

Wie heißt es treffenderweise im Text: „des landlerisch Tanzen kann ned a jeda, kanns selber ned gscheid …..“.

Ein Wiedersehen mit Freunden

Eigentlich waren gaben wir uns alle relativ gelassen. Doch nach stundenlangem Flug, hektischem Umstieg und langwierigen Einreiseformalitäten konnten wir die Aufregung nicht mehr verbergen. Bald werden wir unsere Freunde wiedersehen.

Großes Hallo am Flughafen

Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen hatten ging es daher schnellstmöglich zum Ausgang. Und obwohl es doch sehr früh war (4:45 Uhr) wirkten alle äußerst munter, als sie uns mit großem Hallo begrüßten.

Endlich waren wir wirklich in Indien angekommen. Das große Abenteuer kann nun beginnen.

Vorfreude ist die schönste Freude

Indien, ein faszinierendes Land voller neuer Geräusche, Gerüche und einzigartiger Geschichten. Natürlich freuen wir uns alle darauf, all dies zu erkunden.

Doch worauf freuen wir uns am meisten? Noch vor dem Abflug wurde von unseren JTGlern eine kurze Meinungsumfrage durchgeführt.

Hier die spontanen Antworten unserer Schüler:

  • Angelina: Auf die ganzen schönen Erfahrungen die wir sammeln werden
  • Selma: Auf meine Austauschpartnerin
  • Hannah: Auf das Lichterfest/ Sandbild/ Familie
  • Sophie: Lichterfest/ Taj Mahal/ Familie
  • Paula: Auf das Essen
  • Anastasia: Kultur und Familie
  • Fidelia: Essen
  • Leonie: Austauschpartnerin
  • Luisa: Essen
  • Alex: Gastfamilie
  • Atti: Kultur
  • Korbi: Essen
  • Genno: Essen
  • Lisa Marie: Austauschpartnerin
  • David: Essen, Kultur
  • Rupi: Essen
  • Laurin: Kultur, Essen
  • Philipp: Essen, Kultur
  • Valentin: Kultur Religion

Abflug in einer Stunde

Die ersten Hürden auf dem Weg nach Indien sind gemeistert: Trotz Stau sind wir rechtzeitig am Flughafen angekommen, haben den Check In erfolgreich abgeschlossen und auch die Sicherheitsschleuse wurde erfolgreich gemeistert.

Nun warten wir ungeduldig darauf, endlich an Board unserer Maschine EY006 nach Abu Dhabi gehen zu können. Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns mit einem zweiten Frühstück. Allerdings gab es bereits auch die ersten Enttäuschungen. Wer hätte auch gedacht, dass es im Sicherheitsbereich keinen McDonald’s gibt.

Das Abenteuer beginnt. Begleitet uns doch!

Pünktlich um 7:15 Uhr stehen wir nun in der Busschleife des Turmair-Gymnasiums und räumen unsere Koffer in den Bus. In 2 Stunden sind wir am Flughafen, in 5 Stunden in der Luft und “nur” 8 Stunden später in Neu Delhi.

Letztes Drücken
Letztes Drücken

Die Vorfreude ist ebenso zu spüren, wie die Angst eines jeden Einzelnen, etwas vergessen zu haben. Hektisch wird noch einmal der Ladezustand des Handys geprüft und kontrolliert, ob das Nackenhörnchen-Kissen wirklich eingepackt ist.

Doch schlussendlich sind wir bereit, unsere Reise zu beginnen, unsere Freunde wieder zu sehen und unser Projekt über die Medienlandschaft in Deutschland und Indien abzuschließen!

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns hier im Blog begleiten würdet. Ihr könnt uns Fragen stellen, Kommentare posten. Wir freuen uns über jedes Feedback!

Geschenke, Geschenke, Geschenke

Gastgeschenke
Gastgeschenke einer Teilnehmerin

Nach der Ankunft in der neuen Gastfamilie ist die Atmosphäre oft noch ein wenig angespannt. Das traditionelle Überreichen der Gastgeschenke ist dann ein wilkommener Anlass, um das Eis zu brechen.

Wie bereits in einem früheren Artikel beschrieben müssen diese Geschenke weder wertvoll, noch besonders ausgefallen sein. Oft sind es die scheinbar kleinen Dinge, die die größte Reaktion beim Gegenüber hervorrufen.

Auch dieses Jahr hatten die Schüler wieder die Qual bei der Auswahl ihrer Geschenke. Mal schauen, wie die Familie darauf reagiert.

Unser indischer Gast

Sukriti ist eine sehr aufgeweckte Person, sie sich schnell mit unseren Katzen anfreundete. Eine davon ist in der Nacht zu ihr auf die Gästecouch gesprungen und hat sich neben ihr eingerollt.

Sukriti und die Katze
Sukriti und unsere Katze

Abends saßen wir oft zusammen, haben gegessen und danach geredet (das heißt, sie haben geredet und ich habe versucht, mir irgendeinen Reim auf die Wörter zu machen, da ich erst in der vierten Klasse bin und nicht sonderlich viel Englisch verstehe). Deshalb saß ich manchmal in der Küche und habe zugehört, ohne etwas zu verstehen.

Doch zum Glück haben mein Bruder, meine Mama und mein Papa mir viel, aber eben nicht alles, übersetzt, aber ich habe andere Wege gefunden, zum Beispiel, als sie Sandwiches für uns gemacht hat. Ich hätte natürlich sagen können „tomatoe“ und „cheese“, aber da mir nicht einfiel, wie man Majonnaise auf Englisch ausspricht, habe ich auf die Zutaten gezeigt und „hm“, „hm“, „hm“ gemacht.

Sukriti war sehr gesprächig und sprach beinahe den ganzen Tag und so sprach sie auch auf der Autofahrt zu dem Bus, der sie zum Flugzeug nach Indien brachte.

Geschrieben von Emma S,