geschrieben von Laura S.
Wir waren in einem großen Animal Shelter in Neu Delhi zu Besuch, um einen Einblick zu
bekommen, wie in Indien mit Straßentieren umgegangen wird.
Schon als wir ankamen lagen viele ehemalige Straßenhunde vor und hinter dem Tor zum Tierheim. Bereits beim Aussteigen aus dem Bus begrüßten uns mindestens zwei Hunde und wollten unbedingt gestreichelt werden.
Im Tierheim waren es sogar noch weitaus mehr freilaufende Hunde, die auf uns zukamen.
Die Dame, die uns herumführte, erklärte uns das alle Hunde, die hier frei umherlaufen kastriert und geimpft sind. Dies macht sie deutlich ruhiger. Sie gab an, das all diese Hunde mit großer Wahrscheinlichkeit ausgesetzt worden sind von ihren Besitzern, weil sie entweder nicht mehr Welpen mehr waren oder Behinderungen hatten.
Zuerst führte sie uns zum „Happy Place“, ein Gehege für junge Hunde, die oftmals aufgrund
einer Behinderung oder Krankheit sich selbst überlassen wurden. Sie ließ sie heraus und wies darauf hin, das sie noch sehr wild seien und oft hochspringen würden.
Der nächste Stop brachte die Zwinger für die kranken Hunde, die wegen ihrer Behandlung nicht frei herumlaufen durften oder auch um andere Hunde nicht anzustecken.
Leider ist es eine traurige Tatsache, das nur einer von zehn Straßenhunden tatsächlich überlebt.
Ebenfalls gab es einen sehr großen Zwinger für die aggressiven Hunde ohne Auslass, da sie eine Gefahr für die anderen Hunde oder Besucher darstellten.
Dann sahen wir Hunde mit Lähmungen, die in einem großen Zwinger mit vielen Matratzen auf dem Boden residierten, damit sie sich immer bequem hinlegen konnten; was ihr restliches Leben um so vieles einfacher machte.
Unsere letzte Station im Tierheim waren die Zwinger der todkranken Hunde. Diese fristeten dort ihr Dasein entweder aufgrund von Tollwut oder einer anderen unheilbaren Erkrankung.
Diese Hunde werden dort bis zu ihrem Tod mit Essen und Medikamenten versorgt, um ihr Leiden zu mildern.
Im Großen und Ganzen sieht man wie schlimm es um die Hunde auf den Straßen Neu Delhis
steht. Aber auch wie viel besser es diejenigen haben, die dort im Animal Shelter aufgenommen wurden und ihr restliches Leben dort verbringen können.
Dies alles ist nur möglich, weil es Freiwillige gibt, die sich barmherzig um diese Tiere kümmern.





Sehr interessanter Bericht. Vielen Dank dafür. 1090 Hunde werden hier versorgt – kann man sich gar nicht vorstellen. Hut ab von der Leistung der Mitarbeiter vor Ort.